Salzburg schnappt sich letztes ticket – wien dominiert mit 5:0-kantersieg
Die Meistergruppe ist komplett: Red Bull Salzburg riss sich am 18. Spieltag den letzten Platz unter die Top vier, während Austria Wien mit einem furiosen 5:0 in Linz schon neun Punkte vor St. Pölten springt. Der Titelkampf wird zur Zweikampf-Vorstellung – und Carina Wenninger ist wieder Mittelpunkt.
Kantersieg in oberösterreich
90 Minuten lang spielte die Austria wie auf dem Trainingsplatz. Bereits zur Pause führte das Team von Trainer Markus Hänsel 2:0, nach dem Seitenwechsel schraubten die Gäste das Ergebnis auf 5:0. Die Tore verteilten sich auf vier verschiedene Schützen; Wenninger organisierte die Defensive, während Stürmerin Nicole Billa ihre Trefferquote weiter ausbaute. Die Austria bliebt damit bei 51 Punkten aus 18 Partien – ein Schnitt von 2,83 Zählern pro Spiel.
SKN St. Pölten kann theoretisch auf sechs Punkte verkürzen, wenn das Nachholspiel am Samstag (15 Uhr, live auf kicker) gegen Linz/Kleinmünchen gewonnen wird. Doch selbst dann blieben drei Punkte Rückstand – bei nur noch fünf Meistergruppenspielen. Die Rechnung ist simpel: Wien darf sich zwei Niederlagen erlauben, St. Pölten muss alles gewinnen.

Salzburg rutscht durchs hintertürchen
Während oben die Karten neu gemischt werden, schnappte sich Salzburg das letzte Ticket. Der 3:1-Auswärtssieg in Neulengbach reichte, weil Altach am Sonntag zu Hause gegen Sturm Graz mit 0:2 unterging. Emelie Kobler traf doppelt für die Mozartstädterinnen, die damit als Tabellenfünfte die Qualifikationsrunde verpassten und nun in der Meistergruppe auf Punktejagd gehen. Sturm Graz war bereits vor dem Spieltag qualifiziert und bestätigte die Form mit dem 2:0 in Altach.
Die Entscheidung fiel spät, aber letztlich verdient: Salzburg sammelte in den letzten vier Runden zehn Punkte und schob sich an Altach vorbei. Die Vorarlbergerinnen müssen sich nun mit der Qualifikationsrunde begnügen, in der es um nichts Geringeres als den Verbleib in der Bundesliga geht.

Die torschützenkönige laufen schon
Hinter dem Vorhang zeichnet sich ein Duo ab, das den Goldenen Schuh unter sich ausmacht. Nicole Billa (Austria) steht bei 17 Treffern, Maria Plattner (St. Pölten) bei 15. Mit fünf Spielen in der Meistergruppe plus möglichem Finale ist die 20-Tore-Marke keine Science-Fiction. Die Austria selbst erzielte bislang 60 Tore – 3,3 pro Spiel. Selbst wenn der Drehkreuz ausfällt, haben die Wienerinnen genügend Munition.
Für die Fans beginnt jetzt die heiße Phase. Die Meistergruppe startet am kommenden Wochenende, die Qualifikationsrunde einen Tag später. Drei Wochenenden lang geht es Schlag auf Schlag, ehe am 26. Mai das Finale im Wiener Stadion auf die Siegerin wartet. Die Austria kann vorzeitig feiern, St. Pölten muss sprinten – und Salzburg träumt vom großen Coup. Die Bundesliga ist längst zur Dreikampf-Bühne geworden.
