Salgado stellt yamal neben messi: „zwillinge aus la masía, nur eine galaxie entfernt“
Míchel Salgado zerreißt die Lautstärke-Taste: „Messi ist aus einer anderen Galaxie – aber Lamine hat dieselbe DNA.“ Der frühere Real-Rechtsverteidiger, jetzt Betfair-Botschafter für die WM 2026, legt bei Radio MARCA ein Duplikat des 17-Jährigen neben den größten aller Zeiten. Die Zahlen sprechen schon jetzt eine brutale Sprache: 17 Jahre, 61 Profi-Einsätze, eine Europameisterschaft im Taschenformat.
Der moment, in dem das trikot schwerer wird
„Ich erinnere mich an Messis ersten Clásico-Hattrick. Wir standen im Real-Madrid-Kabinen-Gang und wussten: Das ist kein Mensch, das ist ein Update für das Spiel“, sagt Salgado. Dieselbe Aura spürt er jetzt bei Yamal. „Er nimmt die gleichen Lücken, nur schneller. Eins-gegen-eins? Eins-gegen-drei! Das haben nur wenige.“
Beide wurden in La Masía groß – Messi mit zwölf, Yamal noch früher. „Diese Schule ist kein Club, es ist ein Labor für Extraterrestrisches“, scherzt der Galicier. Der Hauptunterschied: Messi wartete Jahre auf seinen ersten Titel mit der Albiceleste. Yamal lieferte die Euro 2024 direkt ab und war dabei kein Statist.

Die frage der knie
Doch zwischen Lob und Himmel schimmert ein dicker roter Faden: die Verletzung. Yamal hat seit dem Knöchel-Drama beim FC Barcelona nicht mehr gespielt. „Der Körper ist 17, die Kilometerzahl die eines 27-Jährigen“, warnt Salgado.
Er kennt das Dilemma aus eigener Haut. „2006 bin ich mit angerissenem Syndesmoseband nach Deutschland geflogen. Das war Selbstbetrug, aber die WM ist ein Magnet.“ Seine Lösung: Start gegen Lateinamerika vielleicht von der Bank, dafür mit 100 % Saft im Achtelfinale. „Jeder Tag ohne Lamine ist ein Tag weniger Druck auf die Gegner.“

Carvajal und das bittere ende
Am Rande riss Salgado das Thema Dani Carvajal an. „Er sagte mal, ich sei sein Idol. Jetzt ist es umgekehrt“, lacht er bitter. Die Kreuzband-Panne schickte den Real-Kapitän vor die Tür. „De la Fuente musste entscheiden – für das Kollektiv, nicht für die Legende. Das tut weh, aber es ist richtig.“
Carvajal nahm die Nachricht mit der Ruhe eines Profis. „Das spricht Bände über seine Größe. Aber mein Herz blutet trotzdem“, bekennt Salgado. Die WM 2026 wird ohne den Rechtsverteidiger stattfinden, dafür mit einem 17-Jährigen, der vielleicht die nächste Ära einläutet.
Die Uhr tickt. In 26 Tagen erfährt Spanien, ob Yamal das Tempo mitgeht oder das Knie die Rechnung schickt. Wenn er spielt, wird die Galaxie Messi um einen Nebelfleck reicher.
