Sailgp: australische dominanz – red bull italy kämpft um den anschluss!
Rio de Janeiro hat die SailGP-Welt erfasst – und die Kräfteverhältnisse im prestigeträchtigen Segelrennen neu gemischt. Während die australischen Bonds Flying Roots mit einer beeindruckenden Leistung die Spitze übernommen haben, kämpft Red Bull Italy um den Anschluss, auch wenn die Konstanz noch zu kurz kommt.
Dramatische entwicklungen in guanabara bay
Das Enel Rio Sail Grand Prix war alles andere als ein Routine-Event. Die Gastgeber, Mubadala Brazil, mussten technische Probleme hinnehmen und landeten letztendlich auf dem neunten Platz. Noch schlimmer traf es Emirates GBR, den bisherigen Tabellenführer. Ein verpatztes Rennen und ein letztendlicher zwölfter Platz katapultierten das britische Team weit hinter die Konkurrenz. Dylan Fletcher und sein Team müssen sich nun neu orientieren, um den verlorenen Anschluss wiederzufinden.
Die australischen Bonds Flying Roots nutzten die Schwäche der Konkurrenz geschickt und demonstrierten ihre Überlegenheit in den Flottenrennen. Trotz einer Punktabzugsstrafung konnten sie sich gegen Artemis Racing durchsetzen und sich die Führung im Gesamtklassement sichern. Mit 35 Punkten liegen sie nun vor Emirates GBR (28) und dem US SailGP Team (27).
Ein Blick auf die internationale Besetzung der australischen Crew ist bemerkenswert: Iain Percy, ehemaliger Skipper der America's Cup-Herausforderin +39, ist CEO, während Andy Maloney (Neuseeland), Chris Draper (England), Nathan Outteridge (Australien, Steuermann von Emirates Team New Zealand in Neapel) und weitere Weltklasse-Segler das Team verstärken. Das sendet ein klares Signal an die Konkurrenz, insbesondere an Luna Rossa, die sich auf eine schwere Auseinandersetzung mit den Kiwis einstellen muss.
Auch Artemis Racing zeigte eine starke Leistung, wurde aber im Finale von den spanischen Los Gallos unter der Führung von Diego Botin geschlagen. Die australische Crew unter der Leitung des erfahrenen Tom Slingsby hat bewiesen, dass sie zu den Favoriten gehören.

Red bull italy: licht und schatten am zuckerhut
Die Performance von Red Bull Italy war von Höhen und Tiefen geprägt. Mit Phil Robertson am Steuer und Jana Germani als Strategin zeigte das Team in der ersten Wertung eine beeindruckende Leistung. Allerdings verhinderten drei siebte Plätze in den weiteren Rennen einen höheren Platz. In der zweiten Regatta reichte ein dritter Platz zwar, um in die Endrunde zu gelangen, doch ein zwölfter und ein neunter Platz führten letztendlich zu einem siebten Platz in der Gesamtwertung. Damit bleibt Red Bull Italy mit neun Punkten auf dem neunten Rang der Gesamtwertung hängen.
Die Ambitionen des Teams sind unverkennbar – die nötige Konstanz fehlt jedoch noch. Am 9. und 10. Mai geht es in Bermuda weiter, wo hoffentlich auch Black Foils wieder am Start sein kann. Für Peter Burling und sein Team stellt die aktuelle Situation eine große Herausforderung dar.
Die SailGP-Saison ist noch lang, und die Ergebnisse können sich jederzeit ändern. Doch eines ist klar: Der Kampf um die Spitze wird spannend bleiben. Die Frage ist, ob Red Bull Italy die nötige Stabilität finden kann, um im Rennen um die Weltmeisterschaft eine entscheidende Rolle zu spielen.
