Saïd El Mala: Ein Talent im Aufwind
Die nominierung von saïd el mala
Die Nominierung von Saïd El Mala (19) für die Nationalmannschaft sorgt für große Diskussionen. Kam die Einladung für das Köln-Juwel nach nur 341 Bundesliga-Minuten vor dem Anruf zu früh? Oder landet Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) einen Volltreffer, weil der Außenbahnspieler bis dahin bereits vier Liga-Treffer erzielt und ein Tor vorgelegt hat?
Leistungsdaten und vergleich
Orientiert man sich an den Leistungsdaten, konnte Nagelsmann nicht anders handeln. In einer Kategorie ist El Mala sogar besser als Bayerns Top-Torjäger und England-Kapitän Harry Kane (32). Der Jungstar kam bis zur Nominierung alle 16 Minuten zum Torschuss. Kane nur alle 28 Minuten. Das belegt, welche Kraft El Mala mitbringt.
Statistiken und erfolge
Seine drei Joker-Tore und drei Treffer in der Schluss-Viertelstunde sind Bestwert in der Bundesliga. 16 Torschüsse gab er innerhalb des Strafraums ab, top beim FC.
Entwicklung und herausforderungen
Trotzdem stellt sich die Frage, wie weit El Mala wirklich ist. In der vergangenen Saison spielte er noch in der 3. Liga für Viktoria Köln (13 Treffer, 5 Vorlagen). Mannschaftskollege Jakub Kaminski (23) bezeichnete den Offensivstar zuletzt als "Stern" Kölns. Gleichzeitig mahnte er, dass El Mala bisher als Joker wertvoller für die Mannschaft sei als bei Einsätzen von Beginn an. Der neue Liebling der Stadt müsse konstanter werden. Ein normaler Gewöhnungsprozess.
Dfb-pokal und erfahrung
Deutlich wurde das Ende Oktober im DFB-Pokal gegen den FC Bayern (1:4). Gegen die aktuell wahrscheinlich beste Mannschaft Europas stand der Youngster in der Startelf, hatte aber kaum auffällige Aktionen. Auf diesem Niveau fehlt die Erfahrung. Und die Ruhe. Daran arbeitet er beim FC und beim DFB, wo er in diesem Jahr bereits für die U19 und U21 gespielt hat.
Taktische anpassungen
Aufgefallen ist u.a., dass El Mala bei Torschüssen immer mit voller Kraft abzieht. Das sorgt häufig für größte Gefahr. Allerdings soll er lernen, nach seinen dynamischen Solo-Läufen abgeklärter zu handeln – und mehr auf die Präzision zu achten.
Defensivarbeit und zukunftsperspektiven
Ein weiterer Punkt ist die Defensivarbeit. Bisher konnte er sich beim FC auf Offensiv-Aktionen konzentrieren. Nun geht es darum, dass er mehr nach hinten hilft. Weil FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) im Derby in Gladbach (1:3) den Willen dafür vermisste, nahm er seinen Jungstar in der Pause raus.
Interesse von top-klubs
Die nachvollziehbaren Defizite schrecken Top-Klubs (u.a. PSG, FC Bayern) nicht ab, sich mit El Mala zu beschäftigen. In Köln ist man überzeugt, dass eine zweite Saison beim FC hilfreich für El Malas Entwicklung wäre. Finanziell wurde vorgesorgt. Der Vertrag bis 2030 sieht große Steigerungen (abhängig von Einsätzen) vor – bis in den siebenstelligen Bereich pro Jahr. Sollte El Mala über 2026 hinaus bleiben, ist nach Informationen von SPORT BILD eine zusätzliche Gehaltserhöhung denkbar.