Saibari-poker: bayern muss tiefer in die tasche greifen?
München – Der FC Bayern München hat ein Auge auf Ismael Saibari geworfen, den dribbelstarken Offensivmann von PSV Eindhoven. Doch ein Vorfall bei der WM könnte die Verhandlungen deutlich komplizierter und teurer gestalten. Der Marokkaner hat sich in die Herzen der Fans gespielt, und sein Marktwert droht in ungeahnte Höhen zu schnellen.

Perisics deutliche ansage: 70 millionen plus bonus?
Die Szene im brasilianischen Strafraum war symptomatisch für Saibaris Qualitäten: blitzschnell, unberechenbar und mit einem Abschluss, der jeden Torwart alt aussehen lässt. Sein Führungstreffer gegen Brasilien, gekrönt von einer eleganten Lupfervorlage, hat nicht nur die Fans begeistert, sondern auch die Alarmglocken bei den Bayern-Bossen läuten lassen. Denn Ivan Perisic, der ehemalige Münchner und aktuelle Spieler von Tottenham Hotspur, hat unter einem Instagram-Post zum Treffer seines Teamkollegen eine überraschende Summe gehandelt: „70 M + 10 M Bonus“. Eine klare Ansage, die die Erwartungen in die Höhe treibt.
Bisher gingen die Schätzungen für Saibaris Ablösesumme eher im Bereich von 50 bis 60 Millionen Euro aus. Der Vertrag des 25-Jährigen läuft noch bis 2029, was die Verhandlungen zusätzlich erschwert. Doch mit jeder starken Leistung bei der WM, und insbesondere mit der nun öffentlichkeitswirksamen Forderung von Perisic, wird Saibari teurer – und weckt das Interesse weiterer Top-Klubs in Europa. Die Konkurrenz um den begnadeten Dribbler wird also nicht schlafen.
Die WM als Katalysator: Der Einfluss des WM-Turniers auf den Marktwert von Spielern ist hinlänglich bekannt. Saibaris Auftritte in Katar haben seine Position deutlich gestärkt und ihn zu einem gefragten Mann gemacht. Die Bayern stehen nun vor der Herausforderung, sich gegen andere ambitionierte Klubs durchzusetzen und bereit zu sein, tief in die Tasche zu greifen. Ob sie bereit sind, die geforderte Summe zu stemmen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der Poker um Ismael Saibari hat gerade erst begonnen.
Die bisherigen Spekulationen über eine Ablösesumme von 60 Millionen Euro erscheinen angesichts der aktuellen Entwicklung deutlich veraltet. Die Verantwortlichen in München müssen nun ihre Strategie überdenken und sich auf einen erbitterten Kampf um den talentierten Marokkaner einstellen. Saibaris Leistungen in Katar haben seine Wertschätzung auf ein neues Level gehoben und die Verhandlungen in eine ungewisse Richtung gelenkt. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich dieser Transfer weiterentwickelt und ob der FC Bayern bereit ist, die astronomische Summe zu zahlen, die nun gefordert wird.
