Sabally: toronto wird zum neuen zuhause – und zur neuen chance!
Nyara Sabally, deutsche Basketball-Nationalspielerin, schreibt ein neues Kapitel ihrer Karriere. Der Expansion-Draft der WNBA hat sie zu den Toronto Tempo geführt, und obwohl der Abschied von New York schmerzte, blickt die 26-Jährige voller Zuversicht nach vorn. Ein exklusives Gespräch über ihre enge Bindung zum Trainerduo Brondello/Lange, die Sehnsucht nach Schwester Satou und ihre ambitionierten Ziele in Kanada.
Die ungewollte trennung von new york – und die freude über toronto
Der Moment, als Nyara Sabally erfahren musste, dass sie von den Toronto Tempo gedraftet wurde, war geprägt von gemischten Gefühlen. „Es war ein bisschen wild“, gesteht sie. Vier Jahre lang hatte sie bei den New York Liberty ihre Korbjagd betrieben, sich dort wohlgefühlt und ein Netzwerk aufgebaut. Doch das Geschäft ist hart, und der Wechsel war unausweichlich. „Man fühlt sich in einer Stadt wohl, kennt und schätzt die Leute und will nicht weggehen. Aber das gehört zu diesem Sport dazu.“
Die Freude über die Chance, unter Sandy Brondello und Olaf Lange – zwei Coaches, die sie bereits aus ihrer Zeit in New York kennt – zu spielen, wog jedoch schwerer als der Abschiedsschmerz. „Das hat den Schock sicherlich etwas gemildert.“, so Sabally.

Satou in new york – ein bisschen wehmut, aber vor allem stolz
Während Nyara in Toronto ein neues Kapitel aufschlägt, schloss sich ihre Schwester Satou den New York Liberty an. Ein Umstand, der die Geschwister voneinander trennt, aber gleichzeitig Stolz hervorruft. „Klar hätte ich mir gewünscht, mit Satou zusammenzuspielen“, gibt Nyara zu. „Aber so ist es jetzt nun mal. Für sie ist New York jetzt einfach passender.“ Sie fügt hinzu: „Ich freue mich für sie, das ist ein super Franchise, bei dem sie ihr Ding machen wird.“
Die beiden Schwestern sind zwar räumlich getrennt, aber die Verbundenheit bleibt bestehen. „Wir sind immerhin näher beieinander“, so Sabally mit einem Lächeln. „New York und Phoenix letztes Jahr waren wirklich kein Katzensprung.“

Mehr verantwortung in toronto – und der traum von den playoffs
In New York war Nyara Sabally oft auf die Rolle der Bankspielerin beschränkt, hinter Jonquel Jones und Breanna Stewart. In Toronto sieht die Situation anders aus. „Ich bekomme definitiv eine größere Rolle als in New York“, freut sie sich. „Wir sind nicht so viele Bigs. Daher freue ich mich darauf, so eine größere Rolle zu haben und dass sie das Vertrauen in mich setzen.“
Sabally betont, dass ihr Ziel es ist, gesund zu bleiben und sich in ihrer neuen Rolle zurechtzufinden. „Als Team wollen wir natürlich so gut wie möglich abschneiden“, sagt sie entschlossen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir eine richtig gute Gruppe beisammenhaben – ich finde sogar ein sehr starkes Playoff-Team.“ Die Toronto Tempo stehen vor ihrer Premierensaison, und Sabally ist fest entschlossen, mit dem Team erfolgreich zu sein. „Auf jeden Fall ist das immer das Ziel“, sagt sie über die Playoffs. „Man hat gesehen, was Golden State letztes Jahr gemacht hat.“
Die Franchise hat eine ambitionierte Strategie: Keine Übergangssaison, sondern direkt anspielen. „Besonders mit einem so guten Kader, guten Coaches und gutem System ist das kein bloßes Wünschen, sondern eine realistische Zielsetzung.“
Mit ihrer Leidenschaft, ihrem Talent und der Unterstützung eines starken Teams will Nyara Sabally in Toronto nicht nur bestehen, sondern auch glänzen. Das erste Kapitel ihrer neuen Geschichte ist geschrieben – und es verspricht spannend zu werden.
