Sabalenka schlägt gauff und vollendet historisches sunshine double
Die Weißrussin Aryna Sabalenka hat im Finale von Miami erneutGeschichte geschrieben. Nach 2:09 Stunden und 6:2, 4:6, 6:3 gegen Coco Gauff sicherte sie sich nicht nur ihren zweiten Titel in Folge, sondern auch das prestigeträchtige Sunshine Double – Indian Wells plus Miami in einem Jahr. Nur vier Spielerinnen vor ihr schafften das seit 1994.
Erstes set: sabalenka überrennt gauff
Schon der Auftakt verhieß nichts Gutes für die US-Amerikanerin. Eine Doppelfehler-Serie bei 0:1 bescherte Sabalenka sofort das Break, ein Vorhand-Fehler von Gauff bestätigte die Führung. Beim 3:1 wehrte die 20-Jährige zwar drei Breakbälle ab, doch mit der nächsten Doppelfehler-Attacke war das Spiel eröffnet. 37 Minuten später lag der erste Satz in Sabalenkas Tasche – ohne dass Gauff ein einziges Mal Aufschlagkontrolle erlangt hatte.
Die Statistik blieb gnadenlos: 16 unerzwungene Fehler, nur 38 % Trefferquote beim ersten Aufschlag. „Ich habe mich wie auf Eis bewegt“, sagte Gauff später, „ihre Returns kamen wie Raketen, und ich fand keine Rhythmus-Antwort.“

Zweiter durchgang: gauff wehrt sich und erstickt sabalenkas power
Doch das Tennis-Skript kennt Umschwünge. Gauff erhöhte die Schlaghöhe, spielte früher in die Ecke und zwang Sabalenka zu zusätzlichen Schritten. Bei 4:5 nutzte sie ihre zweite Breakchance – erstmals in der Partie – und der Hard-Court-Klassiker hatte einen dritten Akt verdient.
Die Menge in der Miami Open erbrach ein Donnern, das selbst die Motorengeräusche der nahen I-95 übertönte. Gauff schrie, stampfte, schlug sich auf die Oberschenkel – ihre erste Finalniederlage auf Hartplatz nach neun Siegen war plötzlich nicht mehr ausgemacht.

Dritter satz: sabalenka schaltet zurück auf „killer-modus“
Doch die Weltranglistenerste ließ sich nicht lange bitten. Break zum 1:0, 15 Punkte in Serie auf eigenem Aufschlag, kein Breakball mehr her. Bei 5:3 schickte sie einen hochfliegenden Lob, der auf der Grundlinie aufschlug und nicht mehr zurückkam. Ein letzter Vorhand-Fehler Gauff – Schlusspunkt.
Mit 11. Masters-1000-Titeln rückt Sabalenka auf Platz zwei der ewigen Bestenliste seit 2009, nur Serena Williams (13) liegt vor ihr. Gleichzeitegleichstand im Head-to-Head mit Gauff (2:2 in Finals), doch das Sunshine Double dürfte die Weißrussin für Monate prägen.
Die Zahl, die bleibt: 2 abgegebene Sätze in 12 Partien zwischen Kalifornien und Florida. Der Rest war reine Dominanz – und ein Statement, wer 2025 das Maß aller Dinge ist.
