Sabadell verspielt sieg in 88. minute – bonaldo trifft ins eigene tor
Der CE Sabadell stand mit einem Bein im Sieg, doch Arthur Bonaldo riss ihn in letzter Sekunde zurück. In der 88. Minute lenkte der Innenverteidiger eine Flanke ins eigene Tor – 1:1 in Villarreal, die Rückkehr ohne die drei Punkte, die schon in der Tasche schienen.

Ein spiel, das keinen sieger verdiente
Die Partie auf dem Mini Estadi war lange ein Schachspiel im Mittelfeld: zwei 4-4-2-Formationen, zwei Trainer, die sich nichts schenkten. Villarreal B versuchte, mit Albert García und Etienne Eto’o die Außen zu besetzen, während Sabadell auf Sicherheit setzte und mit Javi López-Pinto aus der zweiten Reihe stach. Die erste Hälfte blieb torlos, aber nicht ideenlos – es fehlte nur die letzte Konsequenz.
Nach dem Seitenwechschl übernahm Sabadell das Kommando. López-Pinto wurde zur Leitfigur, schaltete sich immer wieder zwischen die Linien und bereitete in der 69. Minute mit einem perfekten Pass den Führungstreffer von Alan Godoy vor. Die Gäste verwalteten den Vorsprung souverän, wehrten jeden Angriff ab – bis zur 88. Minute.
Dann die Szene, die Bonaldo noch Wochen verfolgen wird: eine Standardsituation, ein Wirrwarr im Strafraum, der Verteidiger will klären, trifft den Ball aber unglücklich ins eigene Netz. Die Mini-Arena explodierte, die Sabadell-Bank verstummte. Trainer Ferran Costa wandte sich ab, als hätte er das Schicksal persönlich verfehlt.
Für Villarreal B war der Punkt ein kleiner Befreiungsschlag. Die Reserve der Gelb-Submarinos verlängerte ihre ungeschlagene Serie und bewies Moral. David Albelda wechselte rechtzeitig: Bonafé und Iván Rodríguez brachten frische Beine, die den Druck erhöhten und letztlich den Lucky-Punch provozierten.
Sabadell hingen bleibt der Geschmack von Unvollendetem. Die Mannschaft spielte clever, diszipliniert und war dem zweiten Auswärtssieg der Saison näher als je zuvor. Doch Fußball ist grausam mit denen, die nach 87 Minuten schon durchatmen. Bonaldo, bis dahin sicher und kühl, wird in den Statistiken als Torschütze stehen – auf der falschen Seite.
Die Tabelle lügt nicht: Villarreal B klettert ein paar Plätze nach oben, Sabadell verpasst den Sprung auf Play-off-Rang. Die Saison ist noch lang, aber solche Nächte kosten am Ende mehr als nur zwei Punkte. Sie nageln sich ins Gedächtnis – und manchmal bleiben sie für den Rest des Jahres dort.
