Saarbrücken kämpft – caliskaner räumt mit kritik auf

Ein Punkt, der Hoffnung macht: Der 1. FC Saarbrücken sicherte sich gestern gegen Alemannia Aachen ein hart erkämpftes 1:1. Doch der Sieg schmeckt nur mittelmäßig, denn das Spiel war erneut von verpassten Chancen und einer fragwürdigen Entscheidung geprägt.

Gelb-rote karte: caliskaner hadert mit der entscheidung

Kaan Caliskaner, der Saarbrücker Mittelfeldspieler, sah in der 51. Minute die Gelb-Rote Karte nach einem Foul an Emmanuel Elekwa. Seine Reaktion war deutlich: Er empfand die Entscheidung von Schiedsrichterin Davina Lutz als überhastet. „Die Fouls kann man einzeln sehen, aber es geht um das Fingerspitzengefühl. In Summe war das für mich innerhalb von vier Minuten kein Gelb-Rot. Da hätte ich mir etwas mehr Fingerspitzengefühl erhofft“, erklärte Caliskaner nach dem Spiel bei MagentaSport. Ein berechtigter Einwand, angesichts der Tatsache, dass der FCS auch in Unterzahl eine beeindruckende Leistung zeigte.

Dominanz trotz rückstand – saarbrücken zeigt moral

Dominanz trotz rückstand – saarbrücken zeigt moral

Die Partie gegen Aachen offenbarte mal wieder das bekannte Bild: Der 1. FC Saarbrücken dominierte weitgehend, ließ zahlreiche Chancen ungenutzt und geriet dennoch in Rückstand. Die Aachener Führung hätte eigentlich nicht stehen dürfen, doch die Saarländer gaben nicht auf. Im Gegenteil: Nach Caliskaners Platzverweis kämpften sie sich ins Spiel zurück und bewiesen eine bemerkenswerte Moral. Torwart Phillip Menzel war mit mehreren Glanzparaden gefragt, um die Offensivwucht der Gäste abzuwehren.

Ein entscheidender Moment: In der 81. Minute gelang Florian Pick schließlich der umjubelte Ausgleichstreffer. „Als ich in der Kabine war, war ich enttäuscht, dass ich die Mannschaft im Stich gelassen habe“, so Caliskaner. „Aber wie sie das gemacht hat, da kann ich nur meinen Hut davor ziehen. Das sagt sehr viel über unsere Mannschaft aus.“

Blick nach vorne: havelse und die hoffnung auf den klassenerhalt

Blick nach vorne: havelse und die hoffnung auf den klassenerhalt

Der Punkt gegen Aachen bedeutet zwar noch keinen direkten Klassenerhalt – der Abstand zum rettenden Ufer beträgt weiterhin acht Punkte – doch er ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Caliskaner zeigte sich stolz auf seine Mannschaft und betonte: „Die Entwicklung, die wir unter dem neuen Trainer genommen haben, sieht jeder von außen. Es zeigt, was möglich ist.“

Am Samstag geht es für den FCS beim Auswärtsspiel gegen Havelse weiter. Dort wird es ohne Caliskaner, aber hoffentlich mit der gleichen beeindruckenden Moral, um weitere wichtige Punkte gehen. Es bleibt abzuwarten, ob der FCS in der Lage sein wird, die positiven Impulse der letzten Spiele in Konstanz zu übersetzen und den Klassenerhalt tatsächlich zu sichern. Das Spiel gegen Havelse wird entscheidend sein.