Rugby-sensation cassidy bargell: vom darmproblem zum wm-traum!

Cassidy Bargell, eine US-amerikanische Rugby-Spielerin, hat eine Geschichte geschrieben, die Mut, Resilienz und die unbändige Liebe zum Sport verkörpert. Nach einer schweren Erkrankung und mehreren Operationen steht sie nun vor dem Traum von den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 – und das trotz einer Lebensveränderung, die sie mit einem eisernen Willen bewältigt.

Ein schicksalsschlag im sturm der karriere

Bargell begann ihre sportliche Karriere mit einem breiten Spektrum an Aktivitäten, von Skifahren über Gymnastik bis hin zu Basketball und Volleyball. Mit 13 Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für Rugby in Silverthorne, Colorado. Während ihres Biologiestudiums an der Harvard University entwickelte sich jedoch ein dunkles Kapitel. Zunehmende Schmerzen, Gewichtsverlust und blutige Stuhlgänge führten schließlich zur Diagnose einer akuten, schweren Colitis ulcerosa im November 2021. Die Folge war eine Notoperation und die Entfernung ihres Dickdarms, verbunden mit der Notwendigkeit einer Ostomie.

„Ich erinnere mich an den ersten Einsatz mit der Ostomie – es war furchteinflößend“, gesteht Bargell. „Ich war fast sicher, dass meine Teamkollegin absichtlich stolperte, um mich nicht tackeln zu müssen. Aber ich habe mich überwunden, und ich wusste sofort, dass ich zurückkehren würde.“

Der kampf zurück ins rampenlicht

Der kampf zurück ins rampenlicht

Doch der Weg zurück war steinig. Bargell musste sich nicht nur an das Leben mit einer Ostomie gewöhnen, sondern auch drei weitere Operationen in einem Jahr über sich ergehen lassen, darunter zwei Notfälle im November 2022. Gleichzeitig kämpfte sie mit einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes. „Es hat mir eine unglaubliche Resilienz verliehen“, sagt sie. „Ich habe gelernt, dass alles gut wird, auch wenn es nicht so verläuft, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Die Spielerin, die eine dünne Polsterung über ihrem Stoma trägt, gesichert durch einen Kompressionsgürtel, betont die Bedeutung der mentalen Stärke. „Ich versuche, eine antifragile Mentalität zu entwickeln – dass jeder Misserfolg mich stärker macht.“

Von der verletzung zur nationalmannschaft

Von der verletzung zur nationalmannschaft

Nach fast einem Jahr Zwangspause kehrte Bargell im Januar 2024 ins Nationalteam zurück und feierte im März desselben Jahres ihr Debüt in der Nationalmannschaft. 2025 spielte sie ihre erste Saison in der Elite-Liga bei den Boston Banshees und nahm an der Weltmeisterschaft für die USA teil. Sie verbindet erfolgreich Rugby XV mit dem Sieben-Rücken-Rugby und wird Ende Mai in Valladolid bei einem World Seven Series-Turnier zu sehen sein. Die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sind ihr großes Ziel.

„Wir haben die Verantwortung, das Rugby in den USA voranzutreiben und zu zeigen, was es für unser Land und die Welt bedeutet“, erklärt Bargell. Ihr Appell ist klar: „Es ist wichtig zu zeigen, dass eine Ostomie keine Lebensende für Sportlerinnen und Sportler bedeutet. Es gibt mehr Menschen wie mich, die trotz solcher Herausforderungen ihre Träume verwirklichen wollen.“

Cassidy Bargell ist mehr als nur eine Rugby-Spielerin; sie ist ein Symbol für unbändigen Willen und die Überwindung von Widrigkeiten. Ihre Geschichte ist ein inspirierendes Beispiel dafür, dass selbst die größten Hindernisse nicht unüberwindbar sind, wenn man den Mut hat, weiterzukämpfen – und das mit einem Lächeln und einem unerschütterlichen Glauben an sich selbst.