Rugby-enttäuschung: deutschland verpasst wm-top 10 knapp!
Bordeaux – Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft muss sich bei der Rugby-Weltmeisterschaft mit dem elften Platz zufrieden geben. Trotz eines späten Sieges gegen Kenia reichte es nicht, um noch in die Top 10 zu springen. Ein bitteres Ende für ein Team, das in weiten Teilen der WM-Serie überzeugen konnte.

Die knappe entscheidung in frankreich
Nach Auftaktniederlagen gegen Argentinien (19:35), Neuseeland (7:33) und Frankreich (7:14) in Bordeaux war die Aufgabe klar: sich gegen die anderen Teams der unteren Tabellenhälfte durchsetzen. Der Sieg gegen Kenia (7:5) gab zwar Hoffnung, doch die deutliche Niederlage gegen Argentinien im Kampf um Platz neun (19:47) machte den Traum von den Top 10 zunichte.
Bundestrainer Pablo Feijóo zeigte sich dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben uns hier unter den besten zwölf Teams der Welt behauptet und konnten auch einige Akzente setzen. Die gesammelten Erfahrungen sind unbezahlbar. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und daran arbeiten, uns kontinuierlich zu verbessern.“ Die bisherige WM-Bilanz liest sich wie folgt: Hongkong (11. Platz), Valladolid (10. Platz) und nun Bordeaux (11. Platz).
Es ist ein Fakt, der schmerzt: Die deutsche Mannschaft hatte immer wieder Schwierigkeiten, konstante Leistungen abzurufen. Besonders die hohen Gegentore in den Spielen gegen Argentinien und Neuseeland zeigten deutlich, wo es noch an Stabilität und taktischer Reife fehlt. Aber Feijóo hat Recht: Die WM war eine wertvolle Lehrstunde. Die jungen Spieler haben auf höchstem Niveau gespielt und können nun mit neuem Selbstvertrauen in die Zukunft blicken. Es bleibt abzuwarten, wie schnell diese Erfahrungen in den Vereinen und der Liga umgesetzt werden können. Das nächste Ziel muss es sein, die Leistungsschwankungen zu minimieren und eine größere Kontinuität in das Spiel einzubringen. Nur so kann Deutschland im internationalen Rugby-Geschäft wirklich bestehen.
