Rüdiger und tah: das duo, das die deutsche abwehr zusammenhalten muss!

Die deutsche Fußballnationalmannschaft steht vor einer Herausforderung: Nach der verletzungsbedingten Ausfall von Nico Schlotterbeck müssen Antonio Rüdiger und Jonathan Tah das Innenverteidiger-Duo bilden. Doch die Erinnerungen an ihren letzten gemeinsamen Einsatz sind alles andere als rosig – ein Abend, der in Bratislava in einer demütigenden 0:2-Niederlage gegen die Slowakei gipfelte und in den Medien als „Sicherheitsrisiko“ gebrandmarkt wurde.

Ein verheerter auftritt liegt hinter ihnen

Wenige Monate nach diesem Desaster, als Rüdiger noch als „Schlappwehrchef“ verspottet wurde, sollen Rüdiger und Tah nun die deutsche Abwehr bei der Jagd nach dem fünften Stern zusammenhalten. Der Ausfall von Schlotterbeck, der sich bei einem Sprunggelenksbruch verletzte, wirft einen langen Schatten. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt daher auf die Erfahrung seiner Routiniers.

Rudi Völler sieht die Sache pragmatisch: „Rüdiger ist zwar ein anderer Typ als der spielstarke Schlotterbeck, aber er hat seine Qualitäten im Luftkampf und im Zweikampf mit seiner Schnelligkeit“, erklärte der DFB-Sportdirektor bei „MagentaTV“. Und diese Qualitäten werden nun dringend benötigt.

Tah übernimmt die führung

Tah übernimmt die führung

Die Rollenverteilung hat sich verändert. Rüdiger selbst räumte ein: „Er ist der neue Chef. Jeder hat seine Zeit, jetzt ist seine Zeit.“ Tah, der beim FC Bayern „nochmal einen richtigen Schub“ erfahren hat, scheint diese Rolle zu füllen. Seine Führungsqualitäten sollen auch Rüdiger (84 Länderspiele) positiv beeinflussen. Die zweite Halbzeit gegen die Elfenbeinküste, in der die DFB-Auswahl ohne Gegentor blieb, gibt Hoffnung.

Jürgen Klopp sieht das Problem jedoch vor allem im fehlenden Diagonalpass: „Wir sind es gewöhnt, dass Schlotterbeck ins Mittelfeld rein dribbelt und dann auf links oder den Diagonalball spielt. Das ist ein wichtiges Element des Spiels. Diesen Diagonalball können wir aber ohne ihn nicht mehr spielen.“ Rüdiger möge zwar „erfahren genug“ sein, aber einen „linken Fuß“ könne man ihm eben nicht „ankleben“.

Die kommenden Spiele werden zeigen, ob sich Tah und Rüdiger gegen Ecuador und in den darauffolgenden K.O.-Runden finden. Ein erneuter Abend wie in Bratislava darf sich auf jeden Fall nicht wiederholen. Die deutsche Abwehr steht vor einer schweren Prüfung, aber die Hoffnung auf ein starkes Duo ist noch nicht gänzlich geschwunden.