Rowe packt mit rabiot-vergangenheit auf: „kein groll, wir sind profis“

Bologna – Die Luft scheint wieder klar zu sein zwischen Jonathan Rowe und Adrien Rabiot. Der Angreifer des Bologna FC hat in einem Interview mit dem Corriere di Bologna ausführlich auf die hitzige Auseinandersetzung zwischen den beiden Spielern während ihrer gemeinsamen Zeit beim Olympique Marseille zurückgeblickt. Ein Kapitel, das nun offenbar geschlossen wurde.

Die marsaille-zeit: eine achterbahnfahrt der emotionen

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Rowe gestand, dass seine Zeit in Marseille alles andere als einfach war. „Jede Kleinigkeit wurde übertrieben“, so der Flügelstürmer. Die Dynamik innerhalb des Teams schien fragil, und die öffentliche Wahrnehmung verstärkte diese Probleme zusätzlich. Es war eine Phase, die den jungen Spieler sichtlich belastete.

Der Wechsel zu Bologna und die dortige Spielweise unter Trainer Thiago Motta brachten jedoch eine deutliche Wendung. „De Zerbi hat das Modul verändert, was mir nicht geholfen hat. Er war der Grund, warum ich überhaupt nach Marseille gegangen bin. Ich habe viel gelernt und wünsche ihm alles Gute für Tottenham.“ Der Italiener hatte bei Rowe offenbar nicht die gewünschte Entwicklung angestoßen.

Kein Groll, sondern Reife: Das Wichtigste jedoch ist, dass Rowe keinen Groll gegen Rabiot hegt. „Wir sind erwachsene Männer. Manchmal überschreitet man die Grenzen, getrieben von Emotionen. Das passiert. Vielleicht ist es anderen auch schon passiert, aber es wurde nicht öffentlich. Alles hat seinen Grund.“ Diese Worte deuten auf eine hohe Reife und die Fähigkeit hin, über vergangene Konflikte hinwegzusehen.

Die Episode in Marseille, so scheint es, hat Rowe zu seiner jetzigen Situation beim Bologna FC geführt – einer Situation, in der er sich sichtlich wohlfühlt und seine Fähigkeiten entfalten kann. Ob Rabiot, der inzwischen beim AC Mailand spielt, diese Aussage ebenfalls so sieht, bleibt abzuwarten. Doch Rowes offene Worte und sein Entschluss, die Vergangenheit ruhen zu lassen, sind ein positives Zeichen – sowohl für seine persönliche Entwicklung als auch für das Klima im italienischen Fußball.