Ronaldo-debatte: martínez setzt auf konstanz, kroatien im visier
Die Diskussion um Cristiano Ronaldo schwelte nach dem müden 0:0 gegen Kolumbien erneut – doch Portugals Nationaltrainer Roberto Martínez ließ keine Zweifel daran: Vergleiche mit Lionel Messi und dessen Schonung sind für ihn irrelevant. Stattdessen betonte er die unerschütterliche Bedeutung Ronaldos für sein Team, während er gleichzeitig einen vorsichtigen Blick auf das entscheidende Duell mit Kroatien warf.

Die messi-ronaldo-debatte: ein alter hut
Nachdem Messi in Jordaniens Hauptstadt nur auf der Bank Platz genommen hatte und später mit einem Freistoßtor brillierte, wurden die üblichen Vergleiche zwischen dem argentinischen Superstar und dem portugiesischen Rekordtorschützen erneut angefacht. Ronaldo, der gegen Kolumbien kaum in Szene kam – lediglich 35 Ballkontakte – wirkte teils isoliert in der Offensive. Doch Martínez schlug mit Nachdruck Alarm: „Wir vergleichen uns nicht mit anderen Teams oder Spielern. Das wäre kindisch.“
Die körperliche Verfassung Ronaldos steht dabei keineswegs in der Kritik. „Für Cristiano ist es kein Problem, 90 Minuten zu spielen“, erklärte der Trainer, gestützt auf die Tatsache, dass der Angreifer in allen bisherigen Gruppenspielen die volle Distanz zurückgelegt hat – selbst als ein 4:0 gegen Usbekistan in der 60. Minute bereits in trockenen Tüchern war.
Martínez ließ dennoch eine leichte Unsicherheit für das Spiel gegen Kroatien aufkommen: „Vielleicht müssen wir im nächsten Spiel eine Änderung vornehmen, aber das gilt für jeden Spieler. Wir analysieren ständig alle Informationen, die wir aus den Spielen und Trainingseinheiten gewinnen.“
