Ronaldo kämpft um den saudischen königstreffer!
Cristiano Ronaldo, der unangefochtene Königstransfer der Saudi Pro League, sieht sich einer überraschenden Herausforderung gestellt. Nach einer verletzungsbedingten Pause hat sich der portugiesische Superstar zwar zurückgekämpft, doch die Konkurrenz um den Titel des Torschützenkönigs schläft nicht – und die Lücke zum aktuellen Spitzenreiter ist knapper als erwartet.

Die comeback-party und die überraschenden rivalen
Nachdem eine Muskelverletzung am rechten Oberschenkel Ronaldo Mitte Februar ans Aussetzen zwang, nutzten insbesondere Abdulrahman Al-Qahtani (Al-Qadsiah) und Ivan Toney (Al-Ahli) die Gunst der Stunde, um ihre Torquoten deutlich zu verbessern. Während Ronaldo in seinem ersten Spiel nach der Verletzung einen Doppelpack schnürte und somit zeigte, dass er bereit ist, um den Titel zu kämpfen, haben Al-Qahtani und Toney in den vergangenen Wochen beeindruckend performt.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Beide Stürmer stehen aktuell bei 26 Treffern in der laufenden Saison. Ronaldo, der nach seiner Ankunft in Saudi-Arabien in jeder vollständigen Saison bereits die Torjägerkanne in den Händen hielt, liegt mit 23 Toren nur knapp dahinter und versucht nun, aufzuholen. Er befindet sich zudem auf Kurs, die Toranzahl der Vorsaison zu übertreffen, in der er 34 Mal ins Netz traf.
Ein Blick auf die Mentalität des Kapitäns Besonders bemerkenswert war das Verhalten Ronaldos in seinem Comeback-Spiel gegen Al-Najma. Ein virales Video zeigte den Portugiesen, wie er sich nach einem Einsatz mit seinem Trainer Jorge Jesus unterhielt. „Beobachtet Ronaldos Mentalität!“, erklärte Jesus später. „Er hat nicht darauf bestanden, einen weiteren Treffer zu erzielen oder einen Hattrick zu vollenden, sondern hat stattdessen seine eigene Sicherheit und die des Teams gesucht. Das ist die Mentalität eines Kapitäns.“
Die einzige Saison, in der Ronaldo dem saudischen Torschützenkönigtitel nicht gerecht wurde, war die Saison 2022/23, seinem ersten Kapitel in Saudi-Arabien. In 16 Spielen erzielte er damals 14 Tore, reichte aber nicht aus, um den Konkurrenzkampf zu gewinnen. Seitdem hat er seine Dominanz wieder vollends zurückerobert.
Die Verletzung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Ronaldo befand sich in einer beeindruckenden Torreihe von fünf Treffern in vier aufeinanderfolgenden Spielen – seine beste Torquote dieser Saison. Während seiner Auszeit haben Al-Qahtani und Toney die Chance genutzt, ihre Position zu festigen. Roger Martínez von Al-Shabab liegt mit drei Toren nur noch knapp hinter Ronaldo.
Mit dem Viertelfinale der AFC Champions League und sieben verbleibenden Ligaspielen steht Al-Nassr vor einer entscheidenden Phase der Saison. Die Tore von Cristiano Ronaldo werden dabei eine Schlüsselrolle spielen, um die Ambitionen des Teams zu verwirklichen. Ob er seine Rivalen übertrumpfen und erneut den Titel des saudischen Torschützenkönigs erringen kann, bleibt abzuwarten.
