Roma: ranieris enthüllungen – wer waren die trainer-alternativen zu gasperini?

Rom – Die Suche nach einem neuen Trainer für die AS Roma war offenbar deutlich intensiver, als zunächst angenommen. Claudio Ranieri, der Interimstrainer, ließ im Vorfeld des Spiels gegen Pisa durchblicken, dass eine Auswahl von fünf bis sechs Trainern in Betracht gezogen wurde, bevor Gian Piero Gasperini schließlich das Amt erhielt. Die Namen, die dabei auf der Liste standen, sind nun öffentlich geworden und werfen ein neues Licht auf die Transferstrategie des Vereins.

Fabregas als überraschung?

Fabregas als überraschung?

Der prominenteste Name auf der Liste war Cesc Fabregas. Laut Berichten der italienischen Presse bemühte sich der ehemalige Sportdirektor Florent Ghisolfi intensiv um die Verpflichtung des Spaniers, selbst bis zu der Punkt, an dem er den FC Como dazu drängte, Fabregas freizustellen. Die Verhandlungen scheiterten jedoch an der Ablehnung des Vereins, den Spieler ziehen zu lassen. Diese Episode zeigt, wie weit die Roma bereit war zu gehen, um ihren Wunschkandidaten zu verpflichten.

Doch Fabregas war nicht der einzige Kandidat. Ranieri bestätigte, dass es sich bei den weiteren in Betracht gezogenen Trainern um ausländische Experten handelte. Die Namen Stefano Pioli, der zuvor in Saudi-Arabien tätig war, und Francesco Farioli wurden ausgeschlossen. Bei Letzterem kam es sogar zu Gesprächen zwischen Ranieri und Ghisolfi, bevor der Verein zu dem Schluss kam, dass Farioli noch zu jung und unerfahren sei.

Ernesto Valverde und Unai Emery waren ebenfalls auf der Liste der Roma. Bei Valverde soll Ranieri sogar persönlich ein „Visitcard“ in Bilbao überreicht haben, nachdem die Roma ein Europa-League-Spiel gegen Athletic Bilbao verloren hatte – eine scheinbar harmlose Geste, die jedoch die ernsthafte Überlegung seines Engagements andeutet. Emery, dessen Name seit Jahren im römischen Fußballer-Diskurs mitschwimmt, genoss weiterhin hohes Ansehen bei Trigoria. Allerdings bot ihm Aston Villa bessere Erfolgsaussichten, was letztendlich gegen eine Verpflichtung durch die Roma sprach.

Die Entscheidung für Gasperini markiert damit den Abschluss eines intensiven Prozesses, der eine Vielzahl von interessanten Namen und potenziellen Szenarien beinhaltete. Die Enthüllungen Ranieris zeigen, dass die Suche nach dem richtigen Mann für die Bank der Roma eine Herausforderung war, die weit über die Bekanntgabe des neuen Trainers hinausgeht.