Roma patzt gegen inter: gasperini kritisiert zusammenbruch
Ein Schock für die Roma! Im San-Siro-Stadion erlebten die Römer eine bittere 0:3-Niederlage gegen die Inter Mailand und kassierten die elfte Saisonniederlage – die höchste in dieser Saison und die erste seit über einem Jahr (2012/2013). Die Coppa Italia ist verpasst, und die Champions-League-Hoffnungen schrumpfen zusehends.

Gasperini: „zwei verschiedene spiele“
Trainer Gian Piero Gasperini zeigte sich nach dem Spiel sichtlich frustriert. „Wir haben im ersten Halbzeit komplett aufgegeben“, klagte er. „Bis zum dritten Gegentor haben wir eine ansprechende Leistung gezeigt, aber danach ist etwas in uns zerrissen.“ Die frühe Führung der Nerazzurri und der frühe Rückstand trugen dazu bei, dass die Moral der Mannschaft nachließ, so Gasperini.
„Es war, als ob wir zwei verschiedene Spiele bestritten hätten“, erklärte er weiter. „Wir müssen der Inter auch Anerkennung zollen, sie waren heute einfach besser. Aber wir müssen uns fragen, warum wir nach dem 3:0 so eingebrochen sind.“ Die Abwehr der Roma wirkte erneut anfällig, besonders nach dem Ausgleich gegen Juventus. „Es war keine Frage der Leistung, sondern des Mangels an Schlüsselspielern, die uns in entscheidenden Momenten fehlt“, sagte Gasperini.
Die Ausfälle von wichtigen Akteuren, darunter auch die von Mancini, machten sich spürbar. „Jeder Spieler gibt sein Bestes, aber die Qualität leidet, wenn wir so viele Stammkräfte ersetzen müssen“, betonte der Trainer. Auch die Reise nach Mailand, die nun ohne Punkte abgeschlossen wurde, ist ein herber Rückschlag im Kampf um die europäischen Ränge.
Die Roma muss sich nun rasch erholen und sich auf die kommenden Aufgaben konzentrieren, insbesondere das Auswärtsspiel in Como und die Heimspiele gegen Juventus und Atalanta. „Die Champions-League-Qualifikation ist ein schwieriger Weg für alle Teams. Wir sind momentan etwas zurückgefallen, aber wir werden alles tun, um den verlorenen Boden wiederzugewinnen.“
Ein Lichtblick gab es jedoch vor dem Spiel: Sportdirektor Massara betonte, dass Gasperini auch in der kommenden Saison das Ruder beim Verein übernehmen wird. „Es ist eine Gewissheit, Gian Piero wird weiterhin unser Trainer sein“, stellte Massara klar und beendete damit die Spekulationen über eine mögliche Trennung. Auch die Zukunft von Jonathan Malen in Rom ist gesichert, ein Kaufrecht der Giallorossi sichert ihm einen langfristigen Verbleib.
Die Verliererrolle ist aber deutlich. Die Roma präsentierte sich heute fragil und ohne die nötige Durchschlagskraft. Ein klarer Beweis, dass der Umbau des Teams noch lange nicht abgeschlossen ist.
