Roma: legende verabschiedet – bruno conti hört auf!
Ein Ära geht zu Ende an der Via di Trigoria: Bruno Conti, eine Ikone des römischen Fußballs, wird seinen Vertrag bei der AS Roma nicht verlängern. Nach fast fünfzig Jahren in Diensten des Vereins, als Spieler, Trainer und Jugendkoordinator, wird der 1982er-Weltmeister einen Schlussstrich ziehen. Ein Abschied, der viele Fans schmerzt und eine Ära beendet, die mit dem legendären Marazico begann.
Die wurzeln einer außergewöhnlichen karriere
Contis Geschichte mit der Roma ist eng verwoben. Angefangen hat alles 1973, als er von Anzio in die Hauptstadt kam. Seitdem war er in fast jeder Funktion vertreten, die man sich vorstellen kann. Er erlebte die glorreichen Zeiten als Spieler, die Herausforderungen als Trainer und die Freude, junge Talente zu fördern, die später im Rampenlicht standen. Es ist kaum zu glauben, dass ihm nur der Posten des Präsidenten gefehlt hat, um seine Karriere zu vollenden.
Der Rücktritt wird durch die personellen Veränderungen im Jugendbereich beschleunigt. Mit dem bevorstehenden Comeback von Tarantino und der Berufung von Pasquale Berardi als Chefscout für die Jugendspieler bahnt sich ein Umbruch an. Auch Alberto De Rossi könnte dem Verein den Rücken kehren. Conti selbst scheint entschlossen zu sein, sich neuen Aufgaben zu widmen – vor allem seiner Familie. Ein Engagement bei der Nationalmannschaft, vielleicht in einer beratenden Funktion, könnte er aber auch in Betracht ziehen.

Ein förderer von talenten und ein spieler mit weltklasseformat
Die Liste der Spieler, die Conti im Laufe der Jahre entdeckt und gefördert hat, ist schier endlos. Namen wie De Rossi, Pepe, Aquilani, Romagnoli, Bertolacci, Caprari, Politano, Frattesi, Scamacca, Calafiori, Pellegrini, Zalewski, Bove und Pisilli sind nur einige Beispiele für sein geschicktes Auge. Er spielte auch eine entscheidende Rolle in der frühen Entwicklung von Francesco Totti, dem Idol der Curva Sud. Als Spieler war Conti ebenfalls eine feste Größe. Er war ein Schlüsselspieler beim Gewinn des zweiten Scudetto 1983 und erreichte mit der Roma das Finale des Europapokals der Landesmeister 1984. Fünf Coppa Italia-Titel zieren ebenfalls seine Bilanz. Nicht zu vergessen seine Auszeichnung als Bester Spieler der Welt durch Pelé im Jahr 1982, die ihm den legendären Beinamen „Marazico“ einbrachte – eine Hommage an seine Leistungen, die ihn mit Größen wie Maradona und Zico verglichen.
Sein Abschied vom aktiven Fußball war ein emotionaler Moment, der das Olimpico zum Beben brachte. Die Fans verabschiedeten sich mit einem Meer aus Fahnen und Gesängen von ihrem Idol. Ein Abschied, der den Beginn eines neuen Kapitels markiert – sowohl für Bruno Conti als auch für die AS Roma.
