Rom erhält 60.000-zuschauer-arena: as rom vor em 2032 mit eigenem stadion

Der Stadtrat von Rom hat den Weg frei gemacht: 39 von 44 Räten stimmten am Freitag für die Machbarkeitsstudie eines neuen Stadions im Nordosten der italienischen Hauptstadt. Die AS Rom soll damit vor der Fußball-Europameisterschaft 2032 endlich ein eigenes Zuhause bekommen – weg vom gemeinsam mit Lazio genutzten Stadio Olimpico, weg von maroden Tribünen und Imageschäden.

Milliardenprojekt pietralata: 60.000 plätze, baubeginn 2025

Der Klub plant im Stadtviertel Pietralata eine Arena für 60.000 Zuschauer. Kosten: mehrere Milliarden Euro. Baubeginn: 2025. Fertigstellung: rechtzeitig zur EM 2032, die gemeinsam von Italien und der Türkei ausgetragen wird. Bürgermeister Roberto Gualtieri versprach: „Das Stadion wird eines der modernsten Europas.“

Doch der Beschluss ist nur ein erster Schritt. Fehlende Genehmigungen auf regionaler Ebene könnten den Zeitplan zerreißen. Und es bleibt die Frage: Wer zahlt, wenn die Kosten explodieren? Die AS Rom sichert sich öffentliche Zusagen, private Investoren sind noch nicht namentlich benannt.

As rom und lazio: ende einer 70-jährigen zwangsehe

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Seit 1953 teilen sich die beiden Hauptstadtrivalen das Olimpico. Beide Klubs forschen seit Jahren nach Unabhängigkeit. Lazio arbeitet an einem eigenen Projekt im Süden Roms, die AS Rom setzt nun auf Pietralata. Die Trennung ist nicht nur symbolisch – sie ist ein Machtwechsel. Wer ein eigenes Stadion besitzt, kontrolliert Einnahmen, Hospitality, Namensrechte.

Die UEFA hatte Italien wegen des teils desolaten Zustands vieler Arenen öffentlich kritisiert. Im Mai 2025 nannte Präsident Aleksander Ceferin die Situation „beschämend“. Rom reagiert – spät, aber mit Macht. Noch in diesem Jahr muss der italienische Verband fünf EM-Spielorte nominieren. Mit dem neuen Bau kommt die Hauptstadt wieder ins Rennen.

Die Message ist klar: Rom will sich nicht länger mit Altlasten zufriedengeben. Die AS Rom bekommt ihre Schatzkammer, die Fans ihre eigene Festung. Und die Stadt? Die bekommt ein neues Wahrzeichen – wenn die Politik nicht noch einmal den Stecker zieht.