Rolfes verbaut brandt die rückkehr – carros wunschspieler ist tabu
Simon Rolfes schießt – und trifft. Am Sonntag im Doppelpass lässt er Julian Brandt in die Luft gehen. „Kein Thema.“ Drei Worte, ein Machtwort. Der Sport-Geschäftsführer von Bayer Leverkusen blockt die Rückkehr des einstigen Lieblings aus Dortmund ab, bevor sie Fahrt aufnehmen kann.
Warum rolfes mit maza einen brandt-ersatz sieht
Ibo Maza ist der Name, der Brandt den Weg verbaut. 19 Jahre, kolumbianischer U-20-Nationalspieler, erst seit Januar an der Linde. Rolfes sieht in dem Flügelmann den „super Spieler“, der die Zukunft der Werkself tragen soll. Ein Satz, der Brandts Türen in Leverkusen für immer schließen könnte.
Die Nummer 19 kam für 3,5 Millionen Euro aus Cali. Noch ein Rohdiamant, aber mit Tempo, Dribbel und dem Selbstvertrauen eines, der in der jugendlichen Liga schon Tore aus dem Stand erzielt hat. Leverkusen baut auf Nachwuchs statt auf Rückholaktionen. Der Plan: Maza soll 2026 durchstarten, Brandt wäre nur ein Störfaktor im Minutentakt.

„Bei kai und florian würde ich eine ausnahme machen“
Rolfes macht klar: nicht jeder Ex-Klubheld darf wiederkommen. Kai Havertz und Florian Wirtz seien die einzigen, für die er die Regel brechen würde. Brandt? Fehlanzeige. „Er hat den Verein verlassen, weil er woanders seine Titelchance sah.“ Ein Seitenhieb auf Dortmund, wo der Pokal 2021 zwar kam, die Meisterschaft aber blieb.
Brandt war 2019 abgewandert, weil er sich nicht länger in der Komfortzone wähnte. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, das BVB-Kapitel endet nach sechs Jahren mit 247 Einsätzen, 42 Toren, aber ohne große Erfolgsserie. Nun sucht der 29-Jährige einen neuen Club – und bekommt von seinem Ex-Club ein klares Nein.

Carros lob, rolfes veto
Fernando Carro, Bayer-CEO, hatte noch am Samstag das Gegenteil suggeriert. „Ich finde Julian Brandt sensationell“, sagte er bei DAZN. Die Tür stand offen – bis Rolfes sie zuknallte. Carro verwies auf die sportliche Kompetenz: „Da muss Simon das Maß geben.“
Ein Machtkampf? Nein, nur klare Rollenverteilung. Carro darf schwärmen, Rolfes entscheidet. Und der hat gesprochen: Maza statt Brandt, Zukunft statt Vergangenheit.
Brandt bleibt auf dem Markt, das Leverkusener Kapitel endgültig geschlossen. Der nächste Klub, der anklopft, sollte wissen: Die Werkself hat ihren neuen Flügel bereits an Bord. Und der heißt nicht Julian.
