Roland kroos zieht notbremse beim greifswalder fc – exit nach dem klassenerhalt

Roland Kroos hat den Countdown gestartet. Spätestens im Sommer verabschiedet sich der 66-Jährige aus seinem Notamt beim Greifswalder FC – und das, obwohl er seit Oktober 2025 offiziell nur „kommissarisch“ im Amt ist. Die Verlängerung auf unbestimmte Zeit war nie geplant, der Klassenerhalt in der Regionalliga Nordost wird nun zur Schicksalsfrage.

Die Lage: Der Klub steht auf Tabellenplatz 15, nur zwei Punkte trennen die Hanseaten vom ersten Abstiegsrang. Kroos, der 2022 als Trainer den Aufstieg in die Viertklassigkeit perfekt gemacht hatte, räumt ein: „Das Allerwichtigste ist erstmal der Klassenerhalt, um dann auch zu planen.“ Danach, so klarte er gegenüber kicker, „wird ein frischer Wind wehen“ – und der wird ohne ihn gehen.

Warum der greifswalder fc auf stabilität setzt

Warum der greifswalder fc auf stabilität setzt

Intern heißt es, Kroos habe die Strukturen nach dem abrupten Trainerwechsel von Markus Zschiesche zu Björn Lipfert stabilisiert. Die Entscheidung, Lipfert während der Winterpause zu installieren, ging auf Kroos’ Drängen zurück. „Wir haben gesagt, für uns war erstmal wichtig, die Trainerposition neu zu besetzen“, so Kroos. Die Marschrichtung: kurzfristiger Rettungsschlag, langfristige Neuaufstellung – aber eben mit neuem Gesicht auf der sportlichen Leitung.

Der Verein selbst hält sich bedeckt. „Wir schätzen Rolands Arbeit enorm“, sagt Präsident Matthias Schütt, „aber wir respektieren auch seinen Wunsch, nach der Saison neue Impulse zu setzen.“ Kandidaten für die Nachfolge werden intern bereits durchgereicht, ein externes Bewerbungsverfahren startet offiziell erst nach dem 34. Spieltag.

Für Kroos bleibt die Mission klar: „Ich bin bis zum letzten Tag voll dabei, aber dann ziehe ich meinen Hut.“ Die Uhr tickt – und mit jedem Punktgewinn nähern sich die Greifswalder der nagenden Frage, ob der Abschied in Würdigung oder in Panik erfolgt.