Roland garros: wenn haute couture auf sandplatz trifft!

Paris bebt – und zwar nicht nur wegen der dramatischen Schlachten auf dem Centre Court von Roland Garros. Denn dieses Jahr hat die Mode das Tennisspielen auf eine Art und Weise erobert, wie wir es selten gesehen haben. Pailletten, maßgeschneiderte Anzüge und funkelnder Schmuck sind genauso im Einsatz wie Aufschlag und Volley.

Ein laufsteg inmitten des rasens

Ein laufsteg inmitten des rasens

Coco Chanel sagte einst: „Kleidet euch jeden Tag, als müsstet ihr euren größten Feind und eure größte Liebe treffen.“ Auf dem Philippe-Chatrier könnte man diesen Rat fast als offizielle Spielanweisung verstehen. Denn neben den spektakulären Ballwechseln und den hitzigen Debatten über Preisgelder hat sich auch ein fashionabler Kampf entfacht. Die Spielerinnen und Spieler präsentieren sich nicht nur als Athleten, sondern auch als Botschafter für Luxus und Stil.

Aryna Sabalenka setzt auf selbstbewusste Eleganz, Naomi Osaka verwandelt den Platz in einen Laufsteg der Haute Couture und Novak Djokovic demonstriert mit seinen Outfits, dass er nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits davon ein Meister seines Fachs ist. Sogar Jannik Sinner, der in Rom noch ein anderes Bild zeigte, hat seinen Look auf das Pariser Großereignis abgestimmt. Was niemand so recht thematisiert: Die Schmuckstücke, die hier zur Schau gestellt werden, übersteigen oft den Wert der Preisgelder. Ein Detail, das die Diskrepanz zwischen Sport und Luxuswelt aufzeigt.

Die Zahl spricht für sich: Der Wert einiger der getragenen Schmuckstücke übersteigt die Preisgelder für die erste Runde um ein Vielfaches. Doch am Ende muss der Ball ins Feld, und der Stil allein bringt keinen Sieg. Aber bis dahin darf – und will – die Mode ihren eigenen Satz spielen.