Roland garros: ukrainische spielerin attackiert gazprom-verbindungen!

Paris – Ein Machtwort auf dem Centre Court von Roland Garros: Oleksandra Oliynykova, die überraschend ins Achtelfinale der French Open eingezogen ist, hat nach ihrem Sieg im dritten Runde eine Brandrede gegen die Teilnahme ihrer Gegnerin Diana Shnaider gehalten und dabei die politische Dimension des Turniers aufs Schärfste kritisiert.

Ein match, das mehr als nur tennis bedeutet

Ein match, das mehr als nur tennis bedeutet

Der Sieg gegen ihre nächste Gegnerin stand für Oliynykova im Schatten der aktuellen politischen Lage. „Auf dem Platz spielen wir, und eine von uns wird gewinnen – das ist klar“, erklärte die 65. der Weltrangliste in der Pressekonferenz, bevor sie ihre eigentliche Botschaft formulierte. „Aber was wirklich schwerwiegend ist, ist, dass ich gegen Diana Shnaider spielen muss, die an einer Exhibition teilgenommen hat, die von Gazprom organisiert wurde.“

Oliynykova sprach Klartext: „Gazprom ist ein russisches Energieunternehmen, das unter staatlicher Kontrolle steht. Sie finanzieren Kriegsverbrechen! Für mich ist es undenkbar, in einem Turnier zu spielen, das von einem solchen Unternehmen organisiert wird – es wäre, als würde man in einem Event spielen, das von der Firma gebaut wurde, die Auschwitz errichtet hat. Dafür sehe ich keinen Unterschied.“

Die Beweislast: Screenshots und Fotos Um ihre Anschuldigungen zu untermauern, präsentierte Oliynykova auf ihrem Handy Screenshots von Shnaiders Likes auf pro-russischen Social-Media-Posts und ein Foto, das Shnaider bei einem Gazprom-organisierten Turnier zeigt. „Das ist kein Zufall. Das ist bewusste Unterstützung und Teil einer gezielten Propaganda.“

Die Ukrainerin machte deutlich, dass ihr die sportliche Leistung in diesem Moment zweitrangig sei. „Ich leide sogar nur dadurch, zu Hause zu sein, während Gazprom mit ihrem Geld unser Land angreift! Ist es wirklich wichtig, wer den Dribbelball besser spielt? Oder ist es nicht viel wichtiger, dass diese Dinge überhaupt ignoriert werden?“

Oliynykova beendete ihre Ausführungen mit einer deutlichen Forderung: „Fragt Diana Shnaider, wie sie sich fühlt, wenn Gazprom den Diebstahl ukrainischer Kinder finanziert und sie in Lager bringt. Wie fühlt sie sich, wenn sie Geld von einem solchen Unternehmen nimmt? Sie hat sich entschieden, an ihrem Turnier teilzunehmen. Das ist eine bewusste Entscheidung, die Teil einer Propaganda und Normalisierung des Krieges ist.“

Die Situation wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Balance zwischen Sport und Politik, insbesondere in Zeiten internationaler Konflikte. Oliynykova hat mit ihrer offenen Kritik eine Debatte angestoßen, die weit über die French Open hinausgeht.

Ob Shnaider auf die Vorwürfe reagieren wird, bleibt abzuwarten. Fest steht aber, dass Oliynykova mit einem gestärkten Willen und dem Fokus auf das, was wirklich zählt – die Freiheit der Ukraine – ins nächste Match geht. Denn für sie geht es bei diesem Spiel um mehr als nur den Einzug ins Viertelfinale.