Rodríguez: pechwan­del trifft den falschen zeitpunkt!

Ein weiteres Kapitel des unglücklichen Rennens von Carlos Rodríguez ist geschrieben. Der andalusische Sprinter, der im vergangenen Sommer in Morzine mit einem beeindruckenden Etappensieg im Tour de France auf sich aufmerksam machte, scheint vom Pech verfolgt zu sein. Statt einer kontinuierlichen Entwicklung erlebt er seitdem eine Achterbahnfahrt voller Rückschläge – und das zu einem Zeitpunkt, an dem er kurz vor einer Leistungssteigerung zu stehen schien.

Valverde: „unglaublich, wie oft er hinfällt“

Valverde: „unglaublich, wie oft er hinfällt“

Spanischer Teamchef Alejandro Valverde analysierte in einem Gespräch mit MARCA die Probleme des jungen Talents. „Was fehlt ihm? Zunächst einmal Glück. Er ist ein starker Fahrer, aber sobald er sich steigert, kommt die nächste Stürze. Die Häufung von Schlägen macht es extrem schwierig, auf dem heutigen, sehr hohen Niveau zu konkurrieren. Die Stürze und möglicherweise ein bisschen mangelndes Selbstvertrauen zehren an ihm.“

Der Tour de Romandía bot ein trauriges Beispiel für diese Misere. Rodríguez präsentierte sich bis zum heutigen Tag in einer respektablen sechsten Position, weniger als eine Minute hinter Tadej Pogacar. Doch dann kam es, wie so oft in den letzten Monaten: das bittere Los. Ein verhängnisvoller Abfahrt, bei dem Geschwindigkeiten von über 80 km/h erreicht wurden, führte zu einem dramatischen Sturz, der seine Hoffnungen auf eine Platzierung unter den Top 10 zunichte machte.

„Leider ist Carlos gestürzt. Wir brauchten etwas Zeit, um zu ihm zu gelangen, aber wir wussten, dass er bereits von anderen Fahrern aufgesammelt worden war. Wirklich schade, denn er hatte das Tempo, um unter den Top 5 zu landen“, bedauerte Sportdirektor Daryl Impey.

„Er wird heute Abend unter Beobachtung stehen“, fuhr Impey fort, „was sehr ärgerlich ist, denn wir hatten uns gemeinsam mit Carlos das Ziel Top 5 gesetzt. Nun wird es schwieriger, obwohl wir auch eine großartige Leistung mit Dorian gezeigt haben.“

Die Frage, ob Rodríguez morgen am Start stehen wird, bleibt offen. Die Priorität liegt auf seiner Genesung, um sich auf die kommenden Ziele vorzubereiten. Die Serie an Unfällen wirft einen langen Schatten auf das Talent des Andalusiens und lässt den Traum von einer erfolgreichen Karriere in Frage stellen. Kann er dem Fluch entkommen und doch sein Potenzial voll ausschöpfen?