Rodri zieht kreuz-kanal-karte: ein ballon-d'or beim real madrid?
Rodri Hernández, 28, Ballon-d'Or-Traum und Guardiolas Mittelfeld-Motor, hat in der Nacht von Madrid nach Manchester eine Bomba fallen lassen: Real Madrid ist für ihn kein Tabu. Der Spanier, der 2023 mit dem City-Treble Geschichte schrieb, ließ im Onda-Cero-Talk „Radioestadio Noche“ durchblicken, dass er das weiße Trikot nicht ausschließe. „Atlético zu spielen, schließt Madrid nicht aus. Es gab schon Spieler, die den Weg gemacht haben – vielleicht nicht direkt, aber mit der Zeit“, sagte er und schob nach: „Du kannst die besten Klubs der Welt nicht einfach ignorieren.“
Die Aussage kommt, während City nach dem Verlust der Premier-League-Krone um jeden Punkt kämpft und Ancelotti seine Zentrale für die Saison 2025 neu justiert. Rodris Vertrag läuft 2027 aus, doch intern heißt es: wer den Ballon d’Or holt, darf auch über die Zukunft reden. Und genau diesen hat er im Visier.
Ein sehnsuchtsort namens madrid
Rodri ließ keine Frage offen. Auf die Direktfrage, ob er zurück in Spanien und konkret in Madrid spielen wolle, antwortete er knapp: „Ich würde gerne zurückkommen, ja.“ Der 1,91-M-Mann aus Madrid weiß, dass Florentino Pérez und José Ángel Sánchez ihn seit Jahren auf dem Zettel haben. Ob Kontakt besteht? „Sie sprechen nicht mit mir, sie sprechen mit meinem Berater“, sagte er lachend. Der Satz klingt wie ein Türöffner, nicht wie ein Abschied.
City will ihn natürlich halten. Die sportliche Leitung um Txiki Begiristain plant ein Gehaltsplus auf 12 Millionen Euro netto plus Bonus – das wäre eine Verdoppelung. Doch Geld ist nicht alles. Rodri fühlt sich in Manchester wohl, aber LaLiga zieht ihn magnetisch nach Hause. „Wenn Madrid anklopft, ist das eine Ehre“, hatte er bereits 2024 bei der SER verkündet. Nun bestätigt er nur, dass die Tür einen Spalt breiter steht.
Die Zahlen sprechen für sich: 50 Pflichtspiel-Einsätze in der vergangenen Saison, 97 % Passquote, 16 Ballgewinne pro 90 Minuten – niemand in Europa kommt seinem Standing nahe. Ancelotti sucht genau diesen Typus: einen Sechser, der gleichzeitig Libero und Playmaker ist. Tchouaméni und Camavinga sind Rohdiamanten, Rodri ist fertiges Gold.

Was pep plant – und was florentino wartet
Guardiola baut sein Team gerade um. Mit Philips-Abgang und Stones-Verletzungspech wird Rodris Stellenwert noch größer. Der Coach weiß: Verliert er ihn, muss er nicht nur eine Position, sondern eine ganze Philosophie ersetzen. Deshalb flüstert der Klub intern von „nicht verkäuflich“, was bei City bedeutet: nur ein Wechsel freiwillig oder für eine Ablöse jenseits der 150-Millionen-Marke käme infrage.
Real Madrids Kasse ist prall. Nach dem Mbappé-Coup im Sommer 2024 bleibt noch Spielraum, wenn man Modric und Kroos’ Gehälter konsolidiert. Rodri passt ins Spanier-Regiment von Pérez, passt ins Stadion, das seine Familie 15 Minuten entfernt wohnt. Und er passt in das Narrativ: ein Madrileno, der den Stadtrivalen verlässt, um beim großen Bruder Legende zu werden – wie Hugo Sánchez, Laudrup, Theo Hernández.
Die nächsten Monate sind heiß. Wenn Rodri tatsächlich den Ballon d’Or erhält, steigt sein Marktwert auf eine Dimension, in der selbst City nachdenkt. Dann zählen keine Klauseln, sondern nur noch der Spielerwille. Und der klingt bereits jetzt wie ein leises, aber deutliches „Hala Madrid“.
