Rodeln in mailand/cortina: fräbel überrascht – doppelsieg in sicht?
Rodeln in mailand/cortina: fräbel überrascht – doppelsieg in sicht?
Die deutschen Rennrodlerinnen haben bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo starke Leistungen gezeigt und stehen kurz vor einem möglichen Doppelsieg. Nach dem Triumph von Max Langenhan im Einsitzer-Rennen demonstrierten die Damen ihre Klasse, angeführt von einer überraschend starken Merle Fräbel.
Fräbels debüt mit bahnrekord
Die erst 22-jährige Merle Fräbel feierte ein beeindruckendes Debüt bei Olympia. Mit einem famosen ersten Lauf und einem neuen Bahnrekord katapultierte sie sich an die Spitze des Feldes. Ihre Leistung war umso bemerkenswerter, da sie zuvor bereits zwei Weltcups in Oberhof gewonnen hatte und auch das Testevent im November im neuen Sliding Centre in Cortina für sich entscheiden konnte.
Taubitz auf dem zweiten platz
Die Weltmeisterin Julia Taubitz liegt mit einem Rückstand von nur 48 Tausendsteln auf Fräbel auf dem zweiten Platz. Damit liegt sie voll im Rennen um die Goldmedaille. Taubitz möchte in Norditalien das traumatische Erlebnis der letzten Olympischen Spiele in Peking vergessen, wo sie im zweiten Lauf gestürzt war und lediglich Siebte wurde.
Hofer und berreiter kämpfen um das podium
Die Italienerin Verena Hofer liegt als Dritte bereits 0,271 Sekunden hinter Fräbel. Anna Berreiter, die Silbermedaillengewinnerin von Peking, muss im Kampf um eine Medaille noch zulegen (+0,461 Sekunden). Die Ausgangslage verspricht ein spannendes Finale.
Die suche nach geisenbergers nachfolgerin
Die deutschen Rodlerinnen stehen unter Druck, die Tradition fortzusetzen. Seit 1998 stammt die Olympiasiegerin im Einsitzer der Frauen stets aus Deutschland. Nun gilt es, eine würdige Nachfolgerin für die zurückgetretene Natalie Geisenberger zu finden, die mit ihren fünf Goldmedaillen im Einzel und sechs in der Teamstaffel die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin ist.
Spannung im weltcup – kein klarer favorit
Vor den Spielen in Mailand und Cortina hatte sich im Weltcup keine klare Favoritin herauskristallisiert. Die Leistungsdichte im Spitzenfeld war sehr hoch. Einige Konkurrentinnen, darunter die Weltcupführende Lisa Schulte aus Österreich, patzten am Montag. Das zeigt die Nervenspannung und den hohen Leistungsdruck bei diesen Olympischen Spielen.
Langenhans gold als auftakt
Die deutschen Frauen wollen an den goldenen Auftakt von Max Langenhan anknüpfen, der am Sonntag mit vier Bahnrekorden zu seinem ersten Olympiasieg gerast war. Die guten Ergebnisse der deutschen Rodlerinnen zeigen, dass Deutschland im Rodeln nach wie vor eine führende Nation ist.
Quelle: SID
