Rocchi-affäre eskaliert: neue vorwürfe nach einstweiliger archivierung!
Rom – Der italienische Fußball ist erneut in Aufruhr. Was als Routine-Archivierung eines Jahresaltes Verfahren begann, droht nun eine umfassende Untersuchung zu Manipulationen bei Schiedsrichter-Einsätzen zu werden. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Gianluca Rocchi, den ehemaligen Schiedsrichterkoordinator, neu aufgenommen – und das könnte weitreichende Konsequenzen haben.
Der hintergrund: eine frühere beschwerde und zwei vorfälle
Die Geschichte beginnt mit einer Beschwerde des Schiedsrichterassistenten Domenico Rocca vom 21. Mai 2025. Er beklagte sich über vermeintlich ungerechte Bewertungen seiner Leistung, allerdings ohne direkten Bezug zu Schiedsrichter-Designierungen. Im Fokus der ursprünglichen Untersuchung standen zwei Vorfälle: Die nachträgliche Anpassung der Wertung von Perrotti nach Lazio-Genoa am 27. Oktober 2024 und die Meldung eines Elfmeters durch Antippen des Fensters eines VAR-Raumes in Lissone, um Var-Assistent Simone Sozza und VAR Daniele Paterna zu alarmieren. Diese Vorwürfe wurden damals, im Juli 2025, verworfen, da kein Beweis für eine Manipulation gefunden wurde.

Neuer anstoß: die staatsanwaltschaft fordert akteneinsicht
Doch nun hat die Staatsanwaltschaft Rom einen neuen Schritt eingeleitet. Giuseppe Chinè, der Leiter der Sportgerichtsbarkeit, hat um Akteneinsicht in die Ermittlungen gebeten, die am 30. April mit dem Verhör von Rocchi einen wichtigen Punkt erreichen. Der springende Punkt: Die neuen Informationen weichen erheblich von den ursprünglichen Ermittlungen ab, die zur Archivierung führten.
Ein entscheidender Punkt ist die Anschuldigung, Rocchi habe die Schiedsrichter-Einsätze für Bologna-Inter am 20. April 2025 und Inter-Milan im Pokalhalbfinale so manipuliert, dass bestimmte Schiedsrichter nicht für das Finale eingesetzt werden konnten. Diese Vorwürfe wurden in der ursprünglichen Untersuchung nicht erhoben.
Die ersten Vernehmungen, darunter die von Rocca selbst, bestätigten die ursprünglichen Vorwürfe, während Rocchi jegliche Beteiligung an der Manipulation bestritt. Auch die Aussagen des technischen Beobachters Riccardo Tozzi und der VAR-Teams Paterna und Sozza konnten keine eindeutigen Beweise für eine Manipulation liefern. Doch nun soll es neue Erkenntnisse geben, die die Staatsanwaltschaft dazu veranlasst haben, die Ermittlungen wieder aufzunehmen.
Es bleibt abzuwarten, welche neuen Beweise zutage gefördert werden und ob Rocchi tatsächlich in einen Manipulationsskandal verwickelt ist. Eines ist jedoch sicher: Der italienische Fußball steht vor einer neuen Herausforderung, die das Vertrauen in die Integrität des Sports erneut auf die Probe stellen wird.

Die inter-verbindungen: eine brisante frage
Die Anschuldigungen, Rocchi habe Schiedsrichter-Einsätze zugunsten der Inter manipuliert, werfen einen besonders dunklen Schatten auf den Fall. Sollten sich diese Vorwürfe bestätigen, hätte dies weitreichende Konsequenzen für den Verein und den italienischen Fußball insgesamt. Die Frage, ob die Inter in der Vergangenheit von manipulierten Schiedsrichter-Einsätzen profitiert hat, wird nun mit Nachdruck untersucht.
Die kommenden Tage und Wochen werden entscheidend sein, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Fans und die Öffentlichkeit erwarten eine transparente und unparteiische Untersuchung, die das Vertrauen in den italienischen Fußball wiederherstellen kann.
