Robertson triumphiert, selby zeigt zwei gesichter: tour championship schreibt geschichte

Manchester bebte gestern Abend: Neil Robertson sicherte sich einen hart erkämpften Sieg gegen Barry Hawkins und zog damit ins Halbfinale der Tour Championship ein. Doch das war nicht die einzige Überraschung – Mark Selbys Leistung ließ Fans sprachloszurück, während Zhao Xintong und John Higgins um den Einzug in die nächste Runde kämpfen.

Robertson kämpft sich zurück ins spiel

Der Australier, einst als „Thunder from Down Under“ gefürchtet, hatte einen holprigen Start in sein Viertelfinalspiel gegen Hawkins. Nach einer ausgeglichenen ersten Session, die am Mittwoch endete, führte Robertson mit 5:3. Doch Hawkins zeigte eine beeindruckende Aufholjagd und übernahm mit 7:5 die Führung. Robertson wirkte kurz davor, die Nerven zu verlieren, fand dann aber zu alter Stärke zurück. Ein 75er-Break und taktische Finesse brachten ihn zurück ins Spiel. Der entscheidende Frame zum 8:8 war, wie Robertson selbst sagte, „enorm wichtig“ – ein Zeichen seines unbändigen Willens.

Die letzten Frames waren ein Nervenspiel, doch Robertson behielt die Kontrolle und sicherte sich den Sieg mit 10:8. „Ich habe etwas in meiner Wettbewerbsfähigkeit gefunden, keine dummen Stöße zu spielen – ein gutes Zeichen für die restliche Saison“, freute sich der Weltranglistendritte.

Selbys achterbahnfahrt und higgins

Selbys achterbahnfahrt und higgins' comeback

Während Robertson triumphierte, präsentierte Mark Selby eine Leistung, die viele Fans verwirrte. Nach einer schwachen ersten Session, in der er mit 3:5 zurücklag, zeigte Selby plötzlich eine beeindruckende Vorstellung. Ein 127er-Century-Break ließ Hoffnung aufkeimen, und er egalisierte den Rückstand sogar mit 5:5. Doch dann kippte das Momentum. Selbys Spiel wurde fehlerhaft, und Higgins nutzte seine Chance. Der Schotte gewann fünf Frames in Folge und schaltete den Titelverteidiger aus. „Selby zeigte zwei Gesichter – zuerst brillante Leistung, dann unerklärliche Fehler“, kommentierte ein Beobachter das Spiel.

Auch Zhao Xintong zeigte eine dominante Leistung und besiegte Chris Wakelin mit 10:4, während John Higgins’ Sieg gegen Selby seine beeindruckende Form unterstreicht. Die Spannung im Kampf um den Titel steigt.

Im Halbfinale trifft Robertson nun auf Judd Trump, ein Gegner, den er hoch einschätzt. „Judd und ich haben einige fantastische Spiele gehabt, die bis zum Schluss spannend blieben“, so Robertson. Das Duell verspricht ein weiteres packendes Spektakel.

Die Tour Championship hat bewiesen, dass sie auch in dieser Saison für Überraschungen und Dramatik sorgen wird. Die Fans dürfen gespannt sein, wer am Ende den Titel erringen wird.