Riquelme feuert auf pérez: „lügen, gerüchte und diffamierungen!

Der Ton eskalierte im Machtkampf um den Real Madrid: Enrique Riquelme, Herausforderer von Florentino Pérez, schoss mit scharfer Kritik auf seinen Konkurrenten zurück. Vorwürfe, die Pérez während seiner eigenen Kandidatenvorstellung lancierte, wurden mit Vehemenz zurückgewiesen – ein offener Schlagabtausch, der die Gemüter in Madrid erhitzt.

Pérez' angriffe: ein versuch der diskreditierung?

Florentino Pérez hatte Riquelme und dessen Team mit der Ära von Ramón Calderón (2006-2009) in Verbindung gebracht und zudem die finanzielle Stabilität des Herausforderers in Frage gestellt, indem er auf einen Kredit an ein Energieunternehmen verwies. Riquelme konterte mit der Behauptung, Pérez habe „falsche Informationen“ verbreitet, für die das entsprechende Medium sich mittlerweile sogar entschuldigt habe.

Die Operation, auf die Pérez angespielt hatte, sei durch eine Emission von Anleihen im Wert von 2 Milliarden US-Dollar finanziert worden – ein „Meilenstein“ in der Geschichte lateinamerikanischer Emissionen, so Riquelme. Die Nachfrage habe sogar 8 Milliarden US-Dollar betragen. Das spricht Bände über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens, betonte er.

Doch es geht um mehr als nur um Finanzen. Riquelme warf Pérez vor, in seinen öffentlichen Auftritten eine inakzeptable Haltung einzunehmen und die Legitimität seiner eigenen Kandidatur in Frage zu stellen. „Drei Mal bereits hat Herr Pérez in öffentlichen Auftritten die Reinheit und Legitimität unserer Kandidatur in Zweifel gezogen, obwohl sie von der Wahlkommission bestätigt wurde.“

Verbindungen und vetternwirtschaft: riquelmes gegenangriff

Verbindungen und vetternwirtschaft: riquelmes gegenangriff

Riquelme lenkte den Fokus auf Pérez selbst und forderte ihn auf, die Verbindungen seiner eigenen Familie und Freunde zu Schlüsselpositionen im Verein zu erklären. „Wer hier Verbindungen erklären sollte, ist Herr Pérez nach 20 Jahren an der Macht.“ Er wies zudem darauf hin, dass er selbst während der Zeit von Ramón Calderón lediglich 15 Jahre alt war und der einzige Kandidat aus dieser Ära, Antonio Medina, zuvor in der Stiftung Real Madrid tätig war und erst kurz vor seiner Kandidatur ausgeschieden sei.

Die Behauptung, Kritik an der aktuellen Vereinsführung sei ein „Angriff auf Real Madrid“, wies Riquelme entschieden zurück. „Es ist ein demokratischer Akt, der die Institution stärkt und den Mitgliedern eine Stimme gibt.“

Der fall negreira und anas laghrari: schatten über pérez

Der fall negreira und anas laghrari: schatten über pérez' amtszeit

Riquelme kehrte zum umstrittenen „Negreira-Fall“ zurück und griff erneut die Rolle von Anas Laghrari an, dem er einen „übermäßigen Einfluss“ auf strategische Entscheidungen und wirtschaftliche Transaktionen des Vereins attestiert. Die Zweifel der Mitglieder an den Geschäften des Clubs dürfen nicht ignoriert oder lächerlich gemacht werden, betonte er.

Riquelme forderte Pérez erneut zu einem öffentlichen Debatte auf, in der beide Kandidaten ihre Modelle und Projekte transparent darlegen könnten. „Die Mitglieder verdienen die Wahrheit über das, was im Verein vor sich geht.“

Die Kandidatur von Riquelme bleibt standhaft: „Unsere Kampagne wird sauber, besonnen und auf die Zukunft der Mitglieder ausgerichtet sein – stets transparent und respektvoll gegenüber dem Erbe, das wir von allen Madridistas seit 1902 geerbt haben.“