Riethmüller stürmt aufs podium: silber in lake placid

Danilo Riethmüller hat beim IBU-Cup in Lake Placid für eine Sensation gesorgt. Mit nur einem Schießfehler sicherte sich der 26-Jährige den zweiten Platz im 10-km-Sprint und demonstrierte eindrucksvoll seine aktuelle Form.

Die norwegische dominanz wurde kurz unterbrochen

Die norwegische dominanz wurde kurz unterbrochen

Lediglich Sverre Dahlen Aspenes aus Norwegen war schneller. Er benötigte 24:04,6 Minuten, trotz zweier Fehler am Schießstand. Riethmüller kam mit 24:15,8 Minuten nur 11,2 Sekunden später ins Ziel. Ole Suhrke komplettierte das norwegische Podium auf Platz drei (+28,1 Sekunden). Die starke Leistung Riethmüllers bedeutet zudem eine hervorragende Ausgangsposition für das morgige Verfolgungsrennen.

Ein weiteres starkes Ergebnis für das deutsche Team lieferte Elias Seidl ab. Mit einem Fehler im Stehendanschlag belegte er den sechsten Platz (+1:21), knapp verfehlte damit die direkte Nähe zum Podium. Jake Brown aus den USA (7.) und Valentin Lejeune aus Frankreich (8.) rundeten die Top-Acht ab.

Roman Rees verpasste mit drei Strafrunden eine Top-Platzierung, konnte aber als Sechster in der Gesamtwertung des IBU-Cups weiterhin überzeugen. Er führt das Klassement aktuell an. Gaëtan Paturel (Frankreich) liegt als Führender der Gesamtwertung des IBU-Cups voran.

Die deutsche Staffel hatte zuvor bereits eine Silbermedaille bei den Europameisterschaften erkämpft. Ob diese Formstärke sich bis zu den Olympischen Spielen in Mailand Cortina fortsetzen lässt, wird sich zeigen. Der DSV reiste ohne Grotian nach Nove Mesto an, ein ungewöhnlicher Schritt, der Fragen aufwirft.

Doch zurück nach Lake Placid: Riethmüllers Leistung ist ein klarer Beweis dafür, dass im deutschen Biathlon-Team wieder eine neue Generation heranwächst, die bereit ist, mit der Weltspitze mitzuhalten. Die Konkurrenz schläft aber auch nicht. Aspenes hat gezeigt, dass er in dieser Saison eine ernstzunehmende Gefahr darstellt.

Die kommenden Rennen werden zeigen, ob Riethmüller diese Form bestätigen kann und ob das deutsche Team insgesamt den Anschluss an die absolute Spitze schaffen wird. Eine Sache steht fest: Der Biathlon-Winter verspricht weiterhin Spannung und Überraschungen.