Riera zieht die notbremse: frankfurt will gegen heidenheim wieder tore schießen

Albert Riera hasst 0:0. Nach dem blutleeren Auftritt in Hamburg schlägt der Eintracht-Coach um sich: Mehr Risiko, mehr Mut, mehr Tore. Gegen Heidenheim droht dem Tabellenletzten ein Offensivsturm.

Die nullnummer nagt an ihm

Riera redete lange, bis das Wort „Torschüsse“ fiel. Vier, sagte er, habe St. Pauli abgefeuert – Bayern und Dortmund hätten mehr kassiert. Das klingt wie ein Sieg. War es nicht. Frankfurt blieb ohne Treffer, zum ersten Mal unter seinem Kommando. „Wer nicht trifft, gewinnt nicht“, knurrte der Spanier. Die Lektion ist klar: Das defensive Gerüst stimmt, der Angriff stottert.

Deswegen trainierte die Eintracht diese Woche mit einer simplen Devise: „Im letzten Drittel will ich keinen, der den Ball verliert und sich entschuldigt.“ Stattdessen fordert Riera „riskante, tiefe Pässe“ und Flügelspieler, die wie „zweite Stürmer“ agieren. Klingt nach Gefahr. Genau das will er.

Kalimuendo auf dem prüfstand

Kalimuendo auf dem prüfstand

Arnaud Kalimuendo wird diese Rolle wohl erneut auf dem rechten Flügel erhalten. Die Note 4,5 in Hamburg schmerzt, Riera schiebt die Schuld aber auf mangelnde Zuspiele. Er erinnert an München: „Kali war fantastisch.“ Die Botschaft: Lauf, dribbel, schieß – egal, wo du stehst.

Heidenheim wird tief stehen und kontern. Frankfurt muss sich durch Rotation, Tiefe und flankenreiches Spiel lösen. Riera plant keine personellen Umstellungen. Can Uzun und Younes Ebnoutalib fehlen weiter, sie wirkten beim Positionsspiel „wie von einer anderen Mannschaft“. Michy Batshuayi, Ansgar Knauff und Arthur Theate reisen ebenfalls nicht mit. Dafür behält der Coach seine 20 Hamburger dabei – und eine Überraschung, verrät er nur so viel: „Die Jungs wollen MVP werden.“

Der Tabellenletzte ist gewarnt. Frankfurt will die Heimbilanz ausbauen und die Nullnummer vergessen. Riera hasst 0:0 – und er wird alles tun, dass kein zweites folgt.