Riera entlassen: eintracht bangt um europa!
Schock in Frankfurt: Nur 104 Tage nach Amtsantritt wurde Albert Riera am Sonntagabend entlassen. Die Trennung von dem Spanier und der Eintracht ist einvernehmlich, doch die Entscheidung wirft einen langen Schatten auf die verbleibenden Ziele in dieser Saison – insbesondere den Kampf um die Europa-League-Plätze.
Die zeichen standen lange auf sturm
Die Entlassung kommt für kaum einen Fan überraschend. Riera, der im Februar als Nachfolger von Oliver Glasner präsentiert wurde, fand nie wirklich zueinander mit dem Team. Seine Bilanz von lediglich 17 Punkten aus 14 Spielen spricht eine deutliche Sprache. Doch es waren nicht nur die sportlichen Ergebnisse, die zum Scheitern führten.
Interne Spannungen und öffentlich ausgetragene Auseinandersetzungen mit Leistungsträgern wie Jonathan Burkardt und Mario Götze belasteten das Klima im Team zusätzlich. Besonders der Vorfall auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den HSV, bei dem Riera seine Wut an den Reportern schreckte, hinterließ einen bitteren Nachgeschmack.
Sportvorstand Markus Krösche versuchte, die Situation herunterzuspielen: „Nach intensiven Gesprächen sind wir gemeinsam zu der Entscheidung gekommen…“ – eine diplomatische Umschreibung für eine Situation, die offenbar aus den Fugen geraten war. Krösche betonte zwar Rieras Einsatz, doch die klare Ansage, dass man sich „zur kommenden Saison einen anderen Weg einschlagen“ möchte, lässt wenig Raum für Interpretationen.
Die Fans hatten Riera längst den Rücken gekehrt. Im Saisonfinale wurden Buhrufe laut, und die Kurve brachte ein unmissverständliches Spruchband an: „Nada de gracias, Alberto.“ Eine eindeutige Botschaft an den scheidenden Coach.

Wer räumt jetzt den platz?
Die Suche nach einem Nachfolger beginnt sofort. Namen kursieren bereits im Raum: Mike Tullberg, der als Glasner-Nachfolger gehandelt wurde, Matthias Jaissle, der aktuell Al-Ahli trainiert, Alexander Blessin (Pauli) und der erfahrene Adi Hütter, der zuletzt bei Eintracht Frankfurt erfolgreich war, gehören zu den Top-Kandidaten. Die Frage ist, wer schnell genug die Fäden in die Hand nehmen kann, um die drohende sportliche Krise abzuwenden und die Europa-League-Träume am Leben zu erhalten.
Die Lage ist ernst. Die Eintracht muss jetzt einen Coup landen, um den Abwärtstrend zu stoppen und die Saison doch noch positiv zu beenden. Ob eines der genannten Trainer die Aufgabe meistern kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Der Druck auf den Nachfolger wird enorm sein.
