Ribéry schwärmt von bayern: „die spielen in einer anderen dimension“

Franck Ribéry zückt vor dem Achtelfinal-Kracher gegen Atalanta die Superlative. Sein Favorit auf den Henkelpott? Bayern München. „Die stärkste Mannschaft überhaupt“, sagt er der Gazzetta dello Sport – und meint damit nicht die Bayern von einst, sondern den turboaktualisierten Serienmeister von heute.

Der franzose sieht einen neuen galaktischen in münchen

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Technik, Taktik, Physik – alles auf „niveau über Niveau“, so Ribéry. Die Münchner laufen nicht einfach, sie „demolieren“ die Gegner in einer eigenen Fußball-Dimension. „Das kann jeder sehen, selbst meine Kids fragen: Papa, spielst du noch mit denen?“ Der 42-Jährige lacht, aber er meint es todernst.

2013 holte er mit den Bayern die Champions League, jetzt will er sie aus der Ferne coachen – irgendwann, irgendwo. Ribéry steckt mitten im UEFA-Pro-Kurs in Coverciano, dem heiligen Trainervatikan Italiens. Diplome A und B hat er schon, das Pro will er bis 2027 in der Tasche haben. „Ich liebe Italien, aber ich bin offen für alles“, sagt er und schielt dabei Richtung Bundesliga.

Ein Detail verrät er nur nebenbei: Er schaut sich jedes Bayern-Spiel zweimal an. Einmal als Fan, einmal als angehender Coach. Die Laufwege von Vincent Kompany habe er schon durchdekliniert, die Rotation im Mittelfeld skizziert. „Wenn du das verstehst, verstehst du modernen Fußball“, sagt Ribéry und klingt dabei schon wie ein Trainer.

Am Mittwoch um 21.00 Uhr steht Atalanta bereit. Für die Italiener ist es ein K.o.-Spiel, für Ribéry eine Lehrstunde. „Wenn Bayern so weitermacht, wird das Finale ein Heimspiel“, sagt er und meint damit das Finale in München. Der ehemalige Flügelflitzer weiß, wie sich Anziehungskraft anfühlt – und sie zieht wieder Richtung Säbener Straße.