Rhein-ruhr-marathon: 9.000 teilnehmer feiern rekord – und verkehrschaos!
Duisburg bebte am Wochenende! 9.000 Läuferinnen und Läufer strömten zum Rhein-Ruhr-Marathon, ein neues Teilnehmerrekord. Doch die Euphorie wurde getrübt: Verspätungen beim Start und massive Verkehrsbehinderungen sorgten für Nervosität.
Joey kelly stellt deutsch-amerikanischen rekord auf
Besonders im Blickpunkt stand diesmal Joey Kelly, der mit seiner Band The Kelly Family Deutschland und die USA musikalisch erobert hat. Der Ausdauersportler nutzte den Marathon für eine außergewöhnliche Aktion: Gemeinsam mit 42 Läuferinnen und Läufern aus 42 verschiedenen Nationen absolvierte er die volle Marathondistanz. Ziel der Aktion war es, den Rhein-Ruhr-Marathon international noch bekannter zu machen – und das ist ihm mit dieser ungewöhnlichen Teamleistung zweifellos gelungen. Die Zuschauer entlang der Strecke jubelten ihm auf seinem Weg zu.

Chaos beim start: handbiker müssen warten
Doch der Tag verlief nicht ganz nach Plan. Eigentlich sollte der Startschuss für die Handbiker und Inliner bereits um 8 Uhr fallen. Verzögerungen führten jedoch dazu, dass sie erst 25 Minuten später ins Rollen kamen. Auch der klassische Marathon über 42,195 Kilometer musste um 45 Minuten auf 8:45 Uhr verschoben werden. André Kraatz aus Alpen, einer der Teilnehmer, kommentierte die Situation pragmatisch: "Die Laufgemeinschaft ist einfach großartig. Wir halten zusammen und ziehen uns gegenseitig durchs Ziel."

Ruhrgebiet feiert neue sieger
Nach 2:28:06 Stunden erreichte Elias Kroll vom USC Bochum als Erster den Zielstrich. Bei den Damen sicherte sich Katharina Wehr vom ASV Duisburg den Sieg in 2:50:29 Stunden. Die Halbmarathon-Siege gingen an Mila Primke (1:22:25) und Simon Bong (1:08:49). Die Staffelläuferinnen der Freien Schwimmer Duisburg und die Herren der Carl Spaeter GmbH & Thyssenkrupp Steel feierten ebenfalls Siege. Ein besonderes Augenmerk galt auch den Handbike- und Inliner-Wettbewerben, bei denen Marko Kovalainen und Bianca Fliesenberg die Tageshöhepunkte markierten.

Verkehrschaos für duisburger
Für die Duisburger Autofahrer bedeutete der Marathon-Sonntag jedoch eine Geduldsprobe. Von 7 Uhr an waren alle Straßen entlang der Marathonstrecke gesperrt. Selbst das Überqueren der Strecke während der Rennen war nicht möglich. Die Veranstalter warnten vor Abschleppungen bei Falschparkern. Auch für Busse und Bahnen gab es erhebliche Einschränkungen, was zu Verspätungen und Ausfällen führte. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft versuchte, die Fahrgäste über die Änderungen zu informieren. Der Ansturm war enorm, was die Organisation zusätzlich erschwerte.
Die Zahl der Teilnehmer unterstreicht die wachsende Beliebtheit des Rhein-Ruhr-Marathons. Nach 7.700 Teilnehmern im Vorjahr konnte die Zahl auf über 9.000 gesteigert werden. Schon am Freitag demonstrierten rund 3.300 Schülerinnen und Schüler ihr sportliches Engagement beim Schulmarathon. Die Veranstaltung hat bewiesen: Der Rhein-Ruhr-Marathon ist mehr als nur ein Rennen – er ist ein Fest für die Region.
