Rennrodel-sensation: matschina setzt auf fischer-power!
Zwickau – Ein Wechsel, der für Aufsehen sorgt: Melina Fabienne Fischer, bisher Einzelrodlerin, wird zur neuen Partnerin von Olympiasiegerin Magdalena Matschina im Doppelsitzer. Nach dem Karriereende von Dajana Eitberger ergab sich die Chance für eine neue Konstellation im deutschen Rodelteam, und die Entscheidung ist gefallen.
Ein duo mit potenzial: fischer und matschina
Die Nachricht des Deutschen Bob- und Schlittenverbandes (DBS) überraschte viele Rodelfans. Fischer, die in der letzten Saison bereits im deutschen Perspektivkader vertreten war und einige Weltcuprennen bestritt, tauscht nun den Einsitzer gegen einen Doppelsitzer. Matschina, die in Cortina noch an der Seite von Eitberger Gold (im Team) und Silber (im Doppel) gewann, freut sich auf die Zusammenarbeit. „Wir sind fast eine Woche gemeinsam gefahren und es hat auf Anhieb gut funktioniert“, so Matschina in einem Interview mit Olympics.com.
Was niemand so recht erwartet hatte: Die beiden Sportlerinnen sind bereits seit längerem befreundet, was die Integration und das Zusammenspiel zusätzlich vereinfacht. Die Entscheidung für Fischer ist nicht nur sportlich, sondern auch menschlich durchdacht.

Von eisblau bis olympia-medaillen: matschinas weg
Magdalena Matschina kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken, die allerdings auch nicht ohne Herausforderungen verlief. Der Start ihrer Zusammenarbeit mit Dajana Eitberger war von schmerzhaften Anfängen geprägt. „Wir haben uns viele blaue Flecken geholt, sind oft gestürzt“, erinnert sich Matschina. Die anschließenden Erfolge, darunter die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen, sind umso höher zu bewerten.
Die gebürtige Bayerin wird, wie bereits bei Eitberger, die Unterläuferin sein – Fischer übernimmt die Lenkseile. Das Duo hat nun knapp vier Jahre Zeit, um sich auf die nächsten Olympischen Spiele vorzubereiten. Mit dem Wechsel von Fischer zum Doppelteam wird eine neue Ära im deutschen Rodelsport eingeläutet. Die ersten gemeinsamen Trainingseinheiten sind bereits für Juli geplant, ein Lehrgang in Oberhof steht an. Im Oktober geht es nach Lillehammer ins finale Trainingslager, und im November folgt der erste gemeinsame Start bei einem Weltcup in Winterberg. Die Rodel-Fans dürfen gespannt sein, was dieses ungewöhnliche Duo leisten kann.
Die Zahlen sprechen für sich: Vier Jahre bis zu den nächsten Olympischen Spielen. Genug Zeit, um aus dem Potenzial eine Medaille zu machen.
