Remo arnold fehrt ausgerechnet jetzt: winterthur verliert abwehrchef vor schlacht um spitze

Die Tribüne ruft, Remo Arnold muss passen. Der Innenverteidiger, der gegen Basel erst spät ins Spiel kam und dann die Abwehr stabilisierte, fehlt dem FC Winterthur im nächsten Saisonkracher. Nach seiner gelb-roten Karte gegen den FC Lausanne-Sport muss er zuschauen, wenn es um den Anschluss an die Tabellenspitze geht.

Patrick rahmen muss umbauen – kryeziu fällt, arnold folgt

Patrick Rahmen hatte alles anders geplant. Die Dreierkette mit Loïc Lüthi, Mirlind Kryeziu und Lukas Mühl sollte dem FC Basel Paroli bieten. Doch nach acht Minuten war Kryeziu nach einem harten Zweikampf mit Metinho bereits wieder in der Kabine. Remo Arnold rutschte nach innen, übernahm sofort Führung und brachte Ordnung in die zunächst wackelige Defensive. Die Leistung war solide, der Lohn bitter: Gelb-Rot nach 73 Minuten, vierte Gelbe der Saison – und damit die nächste Zwangspause.

Die Swiss Football League bestätigte am Montag die Sperre. Arnold wird neben Olivier Custodio (Lausanne-Sport), Christopher Ibayi (Thun), Marcin Dickenmann (Aarau), Marcel Monsberger (Vaduz), Finn van Breemen (Basel) und Signori António (Étoile Carouge) ausgerechnet im Auswärtsspiel in Lausanne fehlen – einem Duell, das über Winterthurs Europacup-Chancen entscheiden könnte.

Die kartenfrage: winterthur droht erneut personeller aderlass

Die kartenfrage: winterthur droht erneut personeller aderlass

Der FC Winterthur steht vor einem Dilemma. Mit Arnold verliert die Mannschaft ihren spielintelligenten Abwehrchef, der in den letzten Wochen zunehmend zur Stimme auf dem Platz wurde. Die Alternative: ein Umstieg auf Viererkette oder das Vertrauen in den jungen Tobias Schättin, der bisher nur Kurzeinsätze hatte. Die Entscheidung fällt in der Länderspielpause – genug Zeit, um taktisch umzustellen, aber nicht, um die fehlende Erfahrung zu ersetzen.

Die Tabelle ist eng wie selten. Ein Punkt trennt Platz drei von Platz sieben. Wer in Lausanne verliert, rutscht möglicherweise aus den Play-off-Rängen. Für Arnold ein persönlicher Tiefschlag, für Winterthur ein Schlag ins Kontor. Die Konkurrenz schläft nicht, die Gelbsperren häufen sich. Und die Saison wird noch länger, als gedacht.