Remiro: nur ein schatten seiner selbst – was ist los mit dem basken?

Álex Remiro, lange Zeit eine Bank im Tor der Real Sociedad, präsentiert eine Saisonleistung, die hinter den Erwartungen zurückbleibt. Drei ohne Gegentor in 30 Ligaspielen – eine magere Ausbeute für einen erfahrenen Torwart, der in den vergangenen Jahren regelmäßig die zweistellige Markierung übertraf. Einmal mehr wirft der Eindruck auf, dass etwas nicht stimmt.

Die enttäuschung nach dem spanien-aufenthalt

Die enttäuschung nach dem spanien-aufenthalt

Der erneute Rückschlag kam unmittelbar nach einem Dämpfer: Remiro kehrte am Mittwoch von der Nationalmannschaft zurück, wo er als einziger der vier nominierten Torhüter auf keinen Einsatz kam. Ein Umstand, der ihn sicherlich zusätzlich belastet haben mag. Zwar feierte Joan García, der Youngster vom FC Barcelona, sein Debüt, doch Remiros Position im Hierarchie des baskischen Kaders scheint gefährdet.

Gegen Levante hatte Unai Simón zwischen den Pfosten gestanden, und so blieb Remiro einmal mehr auf der Ersatzbank. Er kehrte mit einem Sieg zurück – ein 2:0 dank der Treffer von Brais Méndez – aber die Leistung war alles andere als überzeugend. Zwar parierte er einen Schuss von Tunde in der ersten Hälfte und vereitelte später einen weiteren Versuch von Víctor García, doch die wenigen Aktionen, die er hatte, offenbarten eine Unsicherheit, die ihm in der Vergangenheit Fremd war.

Die Statistik lügt nicht: Betrachtet man Remiros bisherige Bilanz in der Primera División, so fällt der drastische Rückgang deutlich ins Auge. Während er in den vergangenen Spielzeiten regelmäßig 6, 14, 19, 15, 15 und sogar 12 Partien ohne Gegentor blieb, kommt er in dieser Saison lediglich auf drei. Ein Rückgang von 39% auf 35% – ein alarmierendes Zeichen für den erfahrenen Torwart.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Unai Marrero, der bereits in der Copa del Rey zum Einsatz kam, auch im Finale am 18. Mai in Sevilla den Vorzug erhält, oder ob Trainer Pellegrino Matarazzo doch seiner internationalen Erfahrung vertraut und Remiro in Anoeta gegen Alavés ins Tor stellt. Die Entscheidung wird entscheidend sein, nicht nur für das Spiel selbst, sondern auch für die Zukunft von Remiro bei der Real Sociedad.

Die Zeichen stehen nicht gut. Der Torwart, der einst als Fels in der Brandung galt, wirkt zunehmend verunsichert. Ob er seine Form wiederfinden kann, bleibt abzuwarten. Ein Faktum ist jedoch klar: Remiros aktuelle Leistungen sind weit entfernt von dem, was von ihm erwartet wird. Die Verantwortlichen müssen handeln, bevor die Situation endgültig ausufert.