Rekordjagd in frankfurt: ringer und fitwi stellen sich der herausforderung!

Frankfurt fiebert dem Marathon entgegen – und dieses Mal scheinen die Zeichen auf einen deutschen Rekord zu stehen. Richard Ringer und Samuel Fitwi, zwei Schwergewichte des deutschen Langstreckenlaufs, haben sich für den letzten Oktober-Sonntag in der Mainmetropole angekündigt und machen deutlich: Sie wollen Geschichte schreiben.

Ein jahrzehnt der sehnsucht nach nationalem glanz

Ein jahrzehnt der sehnsucht nach nationalem glanz

Es ist mittlerweile über zehn Jahre her, seit ein deutscher Läufer beim Frankfurt-Marathon für Furore sorgte. Arne Gabius‘ Leistung im Jahr 2015, als er mit 2:08:33 Stunden den 27 Jahre alten Rekord von Jörg Peter unterbot, hallt noch immer nach. Doch nun scheint die Zeit reif für eine neue Ära der deutschen Marathongeschichte.

Die Erwartungen sind hoch, denn beide Athleten gehören zur Weltspitze. Amanal Petros hält aktuell den nationalen Rekord mit 2:04:03 Stunden, und Ringer und Fitwi haben bereits bewiesen, dass sie in dessen Gefilde vordringen können. Fitwi steigerte sich vor wenigen Wochen beim Hamburg-Marathon auf 2:04:45 Stunden, während Ringer bei seinem Auftritt in Boston in 2:04:47 Stunden sein Potenzial demonstrierte – obwohl dieser Lauf nicht in die Bestenlisten eingeht.

„Frankfurt hat eine superschnelle Strecke“, so Fitwi, der sich mit Veranstalter Hugh Brashes einig ist. „Ich will auf jeden Fall persönliche Bestzeit laufen – und dann ist der nationale Rekord nicht mehr weit.“ Die beiden Läufer planen, gemeinsam die Distanz zu bewältigen, um sich gegenseitig zu motivieren und zu pushen. Ein Showdown zwischen ihnen ist kein Problem, sondern vielmehr ein zusätzlicher Anreiz, noch härter zu kämpfen.

Richard Ringer, der bereits 2018 als Tempomacher für Arne Gabius in Frankfurt am Start war, blickt mit positiven Erinnerungen auf das Rennen zurück. „In Frankfurt hat meine Wandlung vom Bahnläufer zum Marathonläufer begonnen“, erinnert er sich. Nun möchte er diese Geschichte fortschreiben und gemeinsam mit Fitwi die Organisatoren herausfordern, ihnen die besten Bedingungen für ihren Versuch zu bieten.

Renndirektor Jo Schindler nimmt diese Herausforderung an: „Wir werden ihnen beste Rahmenbedingungen bieten und versuchen, wie 2015 wieder deutsche Marathongeschichte zu schreiben.“ Die Teilnehmerzahlen sprechen ebenfalls für sich: Bisher liegen knapp 13.900 Meldungen vor, und der Veranstalter plant, das Limit auf 20.000 zu erhöhen – ein neuer Rekord wäre damit nur knapp verfehlt.

Ob Fitwi oder Ringer als erster Deutscher oder sogar Gesamtschnellster ins Ziel der Festhalle laufen wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Der Frankfurt-Marathon verspricht ein spannendes Rennen zu werden, das die deutsche Leichtathletikszene in Atem halten wird. Und wer weiß, vielleicht wird in Frankfurt sogar der erste deutsche Sieger seit 1997 gefeiert – ein Ereignis, das die Stadt in einen Freudentaumel versetzen würde.