Vingegaard im cottauer chaos: sturz, radwechsel – und kein zeitverlust!

Ein Schockmoment auf der fünften Etappe der Tour de France: Jonas Vingegaard, einer der großen Titelanwärter, geriet in einen Massensturz kurz vor dem Ziel in Pau. Doch der Däne zeigte Nerver aus Stahl und sicherte sich, unterstützt von seinem Team, einen überraschenden und letztlich glücklichen Verbleib in der Spitzengruppe.

Die dramatischen minuten am cottauer ziel

Die dramatischen minuten am cottauer ziel

Die Szene war chaotisch: Wenige Kilometer vor dem Sprint auf der Zielgeraden in Pau kam es zu einem Sturz mehrerer Fahrer. Vingegaard, der sich bereits zuvor im Verlauf der Etappe aufgrund eines Defekts hatte zurückkämpfen müssen, war von diesem Unglück betroffen. Das Visma-Lease a Bike Team reagierte blitzschnell. Sportdirektor Marc Reef erklärte gegenüber Cyclingnews: „Wir hörten, dass Jonas ebenfalls in den Sturz verwickelt war oder irgendwie daran beteiligt war.“

Was folgte, war eine bemerkenswerte Teamleistung. Victor Campenaerts, ein weiterer Sprinter des Teams, überließ Vingegaard umgehend sein Rad. „Die Jungs waren bei ihm und am Ende sind, wie wir jetzt sehen, alle mit derselben Zeit im Ziel“, so Reef. Die rasche Reaktion und der Zusammenhalt im Team verhinderten somit einen Zeitverlust für den dänischen Kapitän. Die 5-km-Marke wäre der kritische Punkt gewesen – wären die Fahrer dort gestürzt, hätten alle die gleiche Zeit bekommen. So musste das Visma-Team jedoch noch eine beherzte Aufholjagd zeigen, um das Hauptfeld wiederzufangen.

Vingegaard beendete die Etappe letztlich als 53., nur 14 Sekunden hinter dem Sprint-Sieger Olav Kooij und seinen direkten Konkurrenten, darunter Tadej Pogacar. Das Rennen um den dritten Tour-Sieg des Dänen ist somit trotz des Zwischenfalls nicht gefährdet. Es zeigt jedoch einmal mehr die Bedeutung von Teamwork und die Fähigkeit, selbst in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Die Tour de France lebt von solchen dramatischen Momenten, die die Nerven der Fans auf die Probe stellen und gleichzeitig die Spannung bis zum Schluss hochhalten.