Puka nacua entkommt der sofortigen blockade – rams-star bleibt unter beschuss

Die Klägerin zieht den Antrag auf einstweilige Verfügung zurück, doch der Freiraum für Puka Nacua dauert nur Sekunden. Die Zivilklage gegen den Wide Receiver der Los Angeles Rams läuft unverändert weiter, das Gericht behält den Vorwurf von Körperverletzung und Beleidigung am Silvesterabend auf dem Schirm.

Keine einstweilige verfügung, aber ein dickes dossier

Der strategische Rückzug der Gegense entlässt Nacua nicht aus der Defensive. Anwalt und Spieler hatten gehofft, dass das Fehlen eines richterlichen Sofortbefehls den Druck senkt – vergeblich. Die Klagebehauptungen stehen ungebremst im Raum: mutmaßliche Bissverletzungen, sexuelle Nötigung, erpresserische Nachspiele. IMAGO-Fotografen lauern weiter vor dem Trainingscamp, jede neue Ermittlungsakte landet auf Sportdirektor Les Sneads Schreibtisch.

Die Verteidigung dreht den Spieß um und wirft der Klägerin Erpressung vor. „Horseplay“, also harmlose Spielerei, nennt Anwalt Jeffery R. Rager das Geschehen in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar. Die Gegenseite hält dagegen: Chatverläufe, medizinische Gutachten und Zeugenaussagen seien bereits an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Wer hier blufft, entscheidet sich womöglich erst vor einem zivilrechtlichen Schöffengericht.

Rams planen trotzdem mit ihrem rookie-phänomen

Rams planen trotzdem mit ihrem rookie-phänomen

Coach Sean McVay will sich in öffentliche Rechtsfragen nicht hineinziehen lassen. Auf der NFL-Owners-Meeting in Orlando bestätigte er, dass Nacua weiter Route-Running und Filmstudium mit der Starting-Unit absolviert. Die Salary-Cap-Abteilung hat allerdings schon intern ein Szenario gerechnet: Sollte eine längere Suspendierung drohen, würde der garantierte Teil von Nacua’s 2026er Base-Salary von 1,1 Mio. Dollar in eine Injury-Settlement-Umstrukturierung fließen.

Die League Personal Conduct Policy schweigt sich bislang offiziell aus. Hinter den Kulissen aber kursiert ein Memo: Fällt ein zivilrechtliches Urteil vor Saisonstart, winkt ein erster, befristeter Platz auf der Commissioner-Exempt-List. Die NFLPA hat bereits Kontakt zu Nacua’s Kreis aufgenommen – ein klarer Hinweis, dass die Gewerkschaft mit einem harten Arbeitskampf rechnet.

Die nächste Deadline rückt näher: Am 15. August muss die Klägerin ihr vollständiges Beweisvorbringen liefern, sonst droht ein „Summary Judgement“ zugunsten des Receivers. Bis dahin bleibt Nacua auf dem Feld und zwischen den Fronten – ein Touchdown-Kandidat mit ungewissem Spielplan.