Pechino express 2026 startet mit 5.450 km durch asien – ohne fru, aber mit dreifachem support
Fast 5.500 Kilometer, ein Euro Tagesbudget und ein neues Triell am Mikro: Am 12. März flimmert Pechino Express in seine 13. Staffel – und diesmal führt die Route von Bali über Shanghai bis nach Kyoto. Costantino Della Gherardesca bleibt Kapitän, doch er muss auf seinen Sidekick Fru verzichten. Stattdessen schickt Sky erstmals drei Länder-Reporter ins Rennen: Giulia Salemi, Guido Meda und Lillo Petrolo begleiten die Teams durch Indonesien, China und Japan.
Die strecke ist härter, das ziel kultiger
Die Produktion verspricht „extreme“ Bedingungen: Hitze in Yogyakarta, Höhenluft in den chinesischen Provinzen und ein Finish vor den Toren von Kyotos Kaiserpalast. Wer sich unter Zeitdruck verfährt, darf keinen Yen mehr umtauschen – das klassische Budget-Regelwerk bleibt unangetastet. Neu ist die Aufteilung der Sendezeit: Jede Etappe bekommt eine eigenständige 90-Minuten-Folge, um Kultur-Sequenzen länger atmen zu lassen.
Die zehn Promi-Duos sind bereits in Quarantäne. Unter ihnen: Biagio Izzo und Francesco Paolantoni als „Spassusen“, Chanel Totti mit Filippo Laurino als „Raccomandati“ sowie Ex-Leichtathlet Patrick Stevens und Hochspringerin Fiona May, die als „Veloci“ die kürzeste Route suchen. Der kreative Sektor ist doppelt vertreten: DJ-Duo Jo Squillo & Michelle Masullo trifft auf TikTok-Elite Elisa Maino & Mattia Stanga. Die Quote? 2025 knackte die Show bei Sky 1,9 Millionen Live-Zuschauer, 42 % davon unter 34 Jahren. Intern lautet Zielwert: 2,2 Millionen – sonst droht ein Spin-off statt einer 14. Staffel.

Warum das format trotz sinkratings noch zieht
Reality-TV lebt von Konflikt und Kontinuität. Della Gherardesca liefert beides: aristokratische Gelassenheit plus schnippische Kommentare, wenn Promis um Rupien feilschen. Der Verzicht auf Fru schwächelt nicht – er zwingt die Redaktion, neue Tonlagen zu finden. Meda bringt Sportschnelligkeit, Salemi Instagram-Expertise, Lillo anarchischen Witz. Die Chemie ist offen, das Risiko kalkuliert.
Die Gewinner-Charity kommt ebenfalls frisch: Für jeden geschafften Kilometer spendet Sky 50 Euro an die Tsunami-Fondation Bali, die Kinder nach dem jüngsten Erdbeben rehabilitiert. Das macht bei Vollendung der Strecke 272.500 Euro – ein Betrag, der am Finale live verkündet wird. Produktionskosten: geschätzt 3,8 Millionen Euro, plus 600.000 Euro Reise- und Versicherungspauschale. Die Japan-Folgen sind bereits zu 70 % im Kasten, Indonesien zu 30 %. Falls Politik oder Natur eingreifen, steht ein Backup-Modul in Vietnam bereit.
Die Wette der Sendergruppe: Wer Asien zeigt, behält Europa. Streaming-Zahlen aus dem Vorjahr belegen +38 % Abrufe auf NOW, wenn orientalische Folgen laufen. Pechino Express ist damit die teuerste dezentral produzierte Reality-Show Italiens – und gleichzeitig die letzte, die noch linear im Prime-Time-Fenster startet. Wenn Kyoto vorbei ist, wird geprüft, ob 2027 ein südamerikanisches Setting die Marke rettet oder killt. Bis dahin heißt es: Gurt anlegen, Rupien zählen, Tempel flitzen. Die Uhr läuft – und der Yen ist stark.
