Reichels traum-debüt: deutscher nationalspieler trifft sofort für boston

Lukas Reichel brauchte keine Einarbeitungszeit. Beim 6:1 der Boston Bruins gegen die Winnipeg Jets netzte der Deutsche nach nur 13 Minuten ein – sein erstes Tor im neuen Dress. „Das Publikum hier ist verrückt, und heute schreien sie meinen Namen“, sagte der 22-Jährige, der von Vancouver zu den Bruins transferiert wurde und zusätzlich noch einen Assist beisteuerte.

Sturm setzt auf deutschen neuzugang

Trainer Marco Sturm, selbst ehemaliger NHL-Stürmer, schickte Reichel sofort aufs erste Powerplay. Die Rechnung ging auf: Reichel nutzte einen Abpraller nach Hellebuyck-Patzer und schob locker ein. Die TD Garden explodierte, die Bruins feierten den vierten Sieg in Serie und kletterten auf einen der beiden Wildcard-Ränge der Eastern Conference.

Detroit folgt dicht dahinter. Moritz Seider und die Red Wings beendeten ihre Mini-Krise mit dem 3:1 gegen Montreal und halten mit 81 Punkten Schritt. Die Serie von fünf Niederlagen in sechs Partien ist damit gestoppt, der Playoff-Druck bleibt hoch.

Draisaitl-ausfall wirft edmonton zurück

Draisaitl-ausfall wirft edmonton zurück

Edmonton dagegen droht der Absturz. Ohne Leon Draisaitl, der wegen einer Knie-Prellung bis zur Postseason ausfällt, kassierten die Oilers eine 0:4-Klatsche gegen Florida – die erste Heimniederlage in Serie. Mit 78 Zählern rutschen die Kanadier auf Platz sechs im Westen, der Vorsprung auf Verfolger Utah schrumpft auf drei Punkte. Das Restprogramm: noch sieben Spiele, darunter zwei Back-to-Backs.

Nico Sturm konnte die Trendwende nicht herbeiführen. Sein Treffer zum 1:2 gegen Chicago blieb ohne Belohnung, Minnesota kassierte die vierte Pleite in fünf Partien. Dennoch bleibt das Team dank früherer Punkte auf Platz drei – vorerst.

Die Botschaft des Tages: Deutsche Akteure entscheiden mit – ob als Matchwinner wie Reichel oder als Fehlbedingung wie Draisaitl. Die Playoff-Linien verschieben sich mit jedem Schuss, und Boston hat gerade den nächsten deutschen Joker gezogen.