Regionalliga-reform stockt: keine einigung in der ag – was jetzt passiert

Vierte sitzung ohne durchbruch

Die Reform der Regionalliga und die damit verbundene Neugestaltung der Aufstiegsregelung in die 3. Liga haben einen Rückschlag erlitten. Die vierte Sitzung der zuständigen Arbeitsgruppe (AG) des DFB am Dienstag endete ohne einen konkreten Lösungsvorschlag. Die Gründe liegen offenbar in den unterschiedlichen Interessen der Regionalverbände.

Das „kompass-modell“ gescheitert?

Das „kompass-modell“ gescheitert?

Der DFB hatte ein sogenanntes „Kompass-Modell“ eingebracht, das eine dynamische Bildung von vier Regionalliga-Staffeln vorsieht. Dieses Modell war in vorherigen Treffen mit Mehrheit befürwortet worden. Es sollte kürzere Fahrtstrecken, den Wegfall der Relegation in die 3. Liga und die Beibehaltung der Aufstiegsregeln der Oberligen ermöglichen. Nun scheinen jedoch Widerstände innerhalb der Regionalverbände das Vorhaben zu blockieren.

Widerstand der regionalverbände

Widerstand der regionalverbände

Hauptkritikpunkt der Regionalverbände, insbesondere des Westdeutschen Fußballverbands (WFV) unter Präsident Peter Frymuth, ist der mögliche Verlust an Einfluss und Trägerschaft für die Regionalligen. Es wird befürchtet, dass die bestehende Struktur, in der beispielsweise Südwest und West einen direkten Aufsteiger stellen, während Norden, Bayern und Osten im Wechsel einen Meister in die 3. Liga entsenden dürfen, aufgegeben wird.

Appell an die vernunft

Appell an die vernunft

Dr. Michael Vesper, Vorsitzender der AG Regionalliga-Reform, appellierte an die Regionalverbände, das Gesamtbild im Blick zu behalten und positive Aspekte der verschiedenen Modelle zu berücksichtigen. Er betonte, dass eine einseitige Betrachtung der eigenen Interessen zu keiner Lösung führen werde. Die Situation ist angespannt, und es besteht die Gefahr, dass die Reform scheitert.

Neuendorf könnte eingreifen

Neuendorf könnte eingreifen

Der DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat sich bisher klar für eine Reform des Ligen-Systems ausgesprochen. Es ist möglich, dass er nun selbst in die Verhandlungen eingreift, da die Regionalverbandspräsidenten als seine Vize-Präsidenten im DFB-Präsidium sitzen. Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ und zahlreiche Vereine drängen auf eine zeitnahe Lösung.

Nächste schritte und zeitplan

Die nächste Sitzung der AG ist für den 25. März angesetzt. Bis dahin sollen die Regionalverbände ihre Positionen überdenken. Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ hat bereits 59 Unterstützer-Klubs aus den ersten fünf Ligen und breite Unterstützung in den Fanszenen gewonnen. Ein Scheitern der Reform wäre ein herber Rückschlag für den deutschen Fußball.

Unterstützung aus vereinen und fans

Vereine wie der FC Schalke 04 und zahlreiche andere haben sich bereits öffentlich hinter die Aufstiegsreform gestellt. Auch die Fans demonstrieren ihren Unmut über die derzeitige Situation und fordern eine faire und gerechte Regelung. Die Stimmung ist aufgeheizt, und der Druck auf den DFB wächst.

Chronologie der aufstiegsinitiative

DatumEreignis
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