Regionalliga-reform: das „kompass-modell“ für eine neue ausrichtung

Regionalliga-reform: das „kompass-modell“ für eine neue ausrichtung

Die Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform arbeitet an einem neuen Konzept, dem sogenannten „Kompass-Modell“, um die vierte Liga neu zu strukturieren. Ziel ist es, eine fairere und effizientere Liga zu schaffen. Obwohl Fortschritte erzielt wurden, ist noch keine endgültige Lösung in Sicht. Die Diskussionen sind intensiv, aber konstruktiv, so der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Dr. Michael Vesper.

Das „kompass-modell“ im detail

Das Kernstück des „Kompass-Modells“ ist die saisonale Zusammensetzung der Staffeln. Diese soll nicht mehr an Verbandsgrenzen orientiert sein, sondern anhand der kürzesten Fahrtstrecken erfolgen. Eine Künstliche Intelligenz (KI) soll dabei helfen, die Staffeln so zu bilden, dass unnötige Reisekosten und -zeiten für die Vereine minimiert werden. Dies würde nicht nur die finanzielle Belastung der Vereine reduzieren, sondern auch die Nachhaltigkeit des Spielbetriebs fördern.

Direktaufstieg für die meister

Direktaufstieg für die meister

Ein wesentlicher Bestandteil des Modells ist die Regelung für den Aufstieg in die 3. Liga. Demnach würden die vier Meister der Regionalliga-Staffeln direkt aufsteigen. Aufstiegsspiele wären somit nicht mehr notwendig, was für mehr Planungssicherheit und weniger sportliche Dramatik sorgen würde. Dies würde auch die Anzahl der Spiele reduzieren und somit die Belastung der Spieler verringern.

Vorteile für das tabellenende

Vorteile für das tabellenende

Das „Kompass-Modell“ bietet auch Vorteile am unteren Ende der Tabelle. Die Staffeln wären nicht mehr von den Absteigern aus der 3. Liga abhängig. Derzeit beeinflusst der regionale Ursprung der Absteiger maßgeblich den Abstiegskampf in der Regionalliga. Diese Abhängigkeit würde durch das neue Modell aufgehoben.

Beibehaltung der aufstiegsregelungen aus der 5. liga

Beibehaltung der aufstiegsregelungen aus der 5. liga

Die bestehenden Aufstiegsregelungen aus der Oberliga (5. Liga) könnten im Rahmen des neuen Modells beibehalten werden. Dies würde den regionalen Nachwuchs fördern und den Vereinen die Möglichkeit geben, gezielt junge Spieler in den Kader zu integrieren. Eine harmonisierte Aufstiegsregelung über alle Ligen hinweg wäre ein großer Schritt nach vorne.

Die herausforderungen und nächste schritte

Die herausforderungen und nächste schritte

Dr. Michael Vesper betont die Notwendigkeit, das Gesamtbild im Blick zu behalten und positive Aspekte einzelner Modelle zu betrachten, anstatt sich nur auf Kritik zu konzentrieren. Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe ist für den 25. März geplant. Die Gruppe besteht aus Vereins- und Verbandsvertretern aus allen fünf Regionalligen sowie Vertretern des DFB und der DFL. Ziel ist es, den Entscheidungsgremien einen konkreten Vorschlag vorzulegen.

Zusammensetzung der arbeitsgruppe

  • Vorsitzender: Dr. Michael Vesper
  • Geschäftsführer Spielbetrieb (DFB): Manuel Hartmann
  • Direktor Spielbetrieb & Fans (DFL): Ansgar Schwenken
  • Vertreter der fünf Regionalligen

Die Arbeitsgruppe ist ein wichtiges Gremium, um die Zukunft der Regionalliga zu gestalten. Die Diskussionen sind intensiv, aber zielorientiert. Es bleibt abzuwarten, ob das „Kompass-Modell“ die Lösung für die Reform der Regionalliga sein wird.