Red bull rb17: newey's monster – schneller als ein formel-1-auto?
Ein Brüllen aus Milton Keynes: Der Red Bull RB17, ein Hypercar, das die Grenzen des Machbaren neu definiert, ist da. Mit einem Preis von fast sechs Millionen Euro und der genialen Feder der Adrian Newey, könnte dieses Biest bald die Rennstrecken dominieren – und zwar schneller als ein aktuelles Formel-1-Fahrzeug.

Die geburt einer legende: ein gelangweilter newey an weihnachten
Die Geschichte des RB17 ist ebenso kurios wie beeindruckend. Laut Rob Gray, ehemaliger Red Bull F1 Designer, entstand die Idee in einem Moment der Langeweile an Heiligabend. „Er hat es einfach so auf den Tisch gezeichnet“, so Gray gegenüber Autocar. Ein Scherze, der sich in einem der extremsten Fahrzeuge verwandelt hat, die jemals für den Einsatz auf der Rennstrecke konzipiert wurden.
Die Simulationsergebnisse sind schlichtweg atemberaubend. Auf dem legendären Circuit de Spa-Francorchamps soll der RB17 eine Rundenzeit von rund 1:38 Minuten erzielen – das sind ein bis zwei Sekunden schneller als die erwartete Pole-Zeit eines Formel-1-Wagens im Jahr 2025, die von Lando Norris im McLaren gefahren wird. Das ist eine Ansage, die selbst eingefleischte Motorsportfans sprachlos macht.
Aber es gibt noch mehr. Der RB17 ist nicht nur schnell, sondern auch ein technisches Meisterwerk. Sein Herzstück ist ein von Cosworth entwickelter V10-Motor mit 1.000 PS, der durch einen 200 PS starken Elektromotor ergänzt wird. Diese Kombination überträgt ihre Leistung über ein Xtrac-Getriebe auf die Hinterräder. Das Chassis aus Kohlefaser wiegt weniger als 1.000 Kilogramm – ein Wert, den Red Bull sogar auf 900 Kilogramm senken will. Die Konsequenz: Geschätzte Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 350 km/h.
Ein direkter Konkurrent für den Aston Martin Valkyrie? Die Ähnlichkeiten in der Designphilosophie und die Ambitionen, die höchste Performance zu erreichen, lassen es vermuten. Doch der RB17 scheint seinen eigenen Weg zu gehen – einen Weg, der noch radikaler und kompromissloser ist.
Nur 50 Exemplare werden produziert, und die Nachfrage wird mit Sicherheit die Produktion bei Weitem übersteigen. Der Preis? Fünf Millionen Pfund, also rund 5,8 Millionen Euro. Doch Geld allein reicht nicht aus, um einen RB17 zu ergattern. Die Aerodynamik, das Herzstück jedes Newey-Kreations, steht hier im Vordergrund. Jeder Winkel, jede Kurve ist darauf optimiert, den Luftwiderstand zu minimieren und den Abtrieb zu maximieren. Die Innenräume sind spartanisch, ohne jegliche Bildschirme – ein reines Cockpit für den Wettbewerb.
Die ersten Testfahrten stehen kurz bevor, und die Motorsportwelt hält den Atem an. Ob die Simulationen in die Realität umgesetzt werden können, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Der Red Bull RB17 ist ein Versprechen – ein Versprechen, das die Grenzen des Möglichen verschieben und das Fahrerlebnis eines Formel-1-Rennwagens für eine ausgewählte Gruppe von Enthusiasten zugänglich machen könnte. Es ist mehr als nur ein Auto; es ist eine Hommage an die Ingenieurskunst und die Leidenschaft für den Motorsport.
