Red bull: feuerprobe in milton keynes – kann verstappen zurückkehren?
Die Stimmung in der F1 ist angespannt: Red Bull Racing, einst unschlagbar, kämpft mit einem RB22, der den Erwartungen hinterherhinkt. Während Helmut Marko, der den Verein Ende 2025 verlässt und nun als Botschafter für den GP von Österreich agieren wird, weiterhin an eine Wende glaubt, mehren sich die Fragen, ob der Titelverteidiger seine Dominanz zurückerobern kann.
Markos analyse: fehlentwicklung nach suzuka
Der frühere Mentor von Max Verstappen und Architekt seines Aufstiegs in die Formel 1, der dem jungen Niederländer bereits mit 17 Jahren ein Cockpit bei Toro Rosso ermöglichte, sieht die Ursache für die Probleme im Anschluss an die Aktualisierungen in Suzuka. „Der dritte Platz von Hadjar in Melbourne war ein Lichtblick, aber die Updates, insbesondere die in Japan, haben den Wagen in die falsche Richtung gelenkt und die Leistung verschlechtert“, erklärte Marko im ‚ORF‘.
Er prognostiziert zwar eine Rückkehr zu alter Stärke im europäischen Saisonverlauf, betont aber, dass Verstappen nur dann um Podien und Siege kämpfen kann, wenn er Vertrauen in sein Fahrzeug hat. „Der Max-Effekt tritt nur auf, wenn er an den Wagen glaubt“, so Marko, dessen Erfahrung und Expertise in der Branche unbestritten sind.

Lambiases abgang: ein herber verlust
Die Nachricht über den Abgang von GiamPiero Lambiase, Verstappen’s Streckeningenieur, der ab 2028 für McLaren arbeiten wird, beschäftigt die Motorsportwelt. Marko sieht darin einen „großen Wertverlust“, da die beiden Männer eine Art „lebenslange Partnerschaft“ bildeten. „Sie hatten zwar auch ihre Reibereien und Auseinandersetzungen, aber ‘GP’ war ein essenzieller Faktor bei der Entwicklung und Abstimmung des Wagens. Er ging oft eigene Wege, nicht immer im Einklang mit dem restlichen technischen Team“, kommentierte Marko, wobei der Eindruck entsteht, als ob er immer noch in das Team involviert wäre, obwohl Lambiase noch fast zwei Jahre bei Red Bull tätig ist.

Mekies' optimismus: feuer in der fabrik
Laurent Mekies, der neue Teamchef von Red Bull Racing, zeigt sich trotz der schwierigen Ausgangslage optimistisch. „Wir sind nicht zufrieden mit dem Start, aber wir sind zuversichtlich, diese Schwierigkeiten zu überwinden, wie wir es im vergangenen Jahr getan haben. Wir werden unsere Grenzen vollständig verstehen“, so Mekies. Er betont, dass Red Bull sich darauf konzentriert, den Weg zurück zum Erfolg zu finden. „Das ist kein Übergangsjahr, wir sind im Totalangriff.“
Die Atmosphäre in Milton Keynes sei elektrisierend: „Wenn man jetzt die Fabrik betritt, brennt es in jeder Abteilung. Ein intensives Feuer lodert, um so schnell wie möglich zu einem wettbewerbsfähigeren Wagen und einer besseren Position zurückzukehren“, betonte Mekies im Podcast ‚Beyond the Grid‘. Die Ingenieure arbeiten fieberhaft daran, das Fahrzeug zu verstehen und zu entwickeln, um die Konkurrenz zu übertreffen und die Spitze zurückzuerobern. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, eine Demonstration des unbändigen Willens von Red Bull, seine Vormachtstellung zurückzugewinnen.
