Real-star-streit: pérez wettert auf – und schimpft über den leak!

Madrid – Die Luft bei Real Madrid knistert – und das nicht nur wegen des drohenden Ausscheidungsspiels in der ChampionsLeague. Präsident Florentino Pérez hat in einer ungewöhnlichen Pressekonferenz nicht über Fußball gesprochen, sondern über den handfesten Streit zwischen seinen Mittelfeldstars Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni. Ein Skandal, der den Verein ins Rampenlicht katapultiert hat und Pérez sichtlich erzürnt hat.

Ein leak, der mehr als nur ein scharmützel offenbart

Der 79-jährige Vereinspräsident ließ seiner Enttäuschung freien Lauf. „Ich finde das sehr schlimm – und noch schlimmer finde ich, dass es an die Öffentlichkeit gelangt ist“, erklärte Pérez, sichtlich irritiert von dem Vorfall. Er gestand zwar, dass solch hitzige Auseinandersetzungen im Verein nichts Neues seien – „Junge Leute streiten eben: Der eine tritt den anderen, der andere schlägt zurück – und danach sind sie wieder Freunde“ – betonte aber, dass der Weg, wie diese Angelegenheit nach außen gedrungen ist, inakzeptabel sei.

Pérez’ Vorwurf: Sabotage Er vermutet gezielte Angriffe von Unzufriedenen innerhalb des Klubs. „Diejenigen, die das nach außen getragen haben, tun das, weil sie unzufrieden sind und glauben, dass sie den Klub verlassen werden“, polterte der Präsident. „Dieses Chaosbild, das einige vermitteln wollen, werde ich nicht zulassen.“

Das eigentliche Problem, so Pérez, liege nicht im Streit selbst, sondern im Leak. „Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich so etwas in meinen 26 Jahren hier erlebe – und das beunruhigt mich ebenfalls.“ Er betonte, dass er derartige Auseinandersetzungen bereits in seiner langen Amtszeit erlebt habe, aber die öffentliche Zurschaustellung sei eine neue Qualität der Unruhe.

„Eigentlich passiert es jeden tag“ – pérez’ pragmatischer blick

„Eigentlich passiert es jeden tag“ – pérez’ pragmatischer blick

Pérez relativierte den Vorfall zwar, indem er anmerkte, dass Auseinandersetzungen zwischen Spielern „eigentlich jeden Tag“ vorkommen würden. Er forderte die Presse jedoch auf, die Situation nicht zu überdramatisieren: „Die Presse sollte analysieren, was passiert ist, aber sie soll nicht behaupten, dass bei Real Madrid gleich Chaos herrscht, nur weil sich zwei Spieler geprügelt haben.“

Dennoch ließ er keinen Zweifel daran, dass er die Vorgänge ernst nimmt. Die beiden Mittelfeldspieler wurden mit einer Geldstrafe in Höhe von 500.000 Euro belegt und mussten sich bei Verein, Fans, Mitarbeitern und Teamkollegen entschuldigen. Eine Summe, die angesichts der potenziellen Auswirkungen auf die sportliche Leistung des Teams ein deutliches Signal ist.

Ein Urteil, das zur Beruhigung beitragen könnte „Übrigens sind das zwei großartige Jungs und sehr gute Spieler“, fügte Pérez hinzu, um die Angelegenheit abzuschließen. „Es hieß: ‚Das ist schrecklich, das zerstört Real Madrid, so etwas darf man nicht tolerieren …‘ Nun, ich habe das über 20 Jahre lang toleriert und es ist nichts passiert.“ Die kommenden Spiele werden zeigen, ob sich diese Worte in eine verbesserte Teamleistung niederschlagen und ob der Real-Kader aus dem internen Sturm gestärkt hervorgehen wird. Der Druck auf die Spieler ist immens, und die Fans erwarten eine schnelle Rückkehr zur Normalität – und vor allem Siege.