Real oviedo stürzt ab: fehlentscheidungen und verpasster traum!

Schock in der spanischen Liga: Real Oviedo ist erstmals in dieser Saison abgestürzt und kehrt in die Segunda División zurück. Ein jähes Ende für die Ambitionen des Klubs, der sein 100-jähriges Bestehen nicht mit einem Verbleib in der obersten Spielklasse feiern konnte. Die Fans sind fassungslos, die Verantwortlichen stehen vor einer schweren Aufgabe.

Ein blick auf die desaströse bilanz

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 29 Punkte aus 35 Spielen, sechs Siege, elf Unentschieden und satte 18 Niederlagen. Besonders bitter: Nur zwei Auswärtssiege in der gesamten Saison – in Valencia (1:2) und Vigo (0:3) gegen Celta. Das Offensivspiel der Mannschaft war ebenfalls ein Desaster. Mit lediglich 26 Toren erzielten die „Carbayones“ die wenigsten Treffer der Liga. Dazu kamen 54 Gegentreffer – eine katastrophale Defensivleistung.

Fehlplanungen und fragwürdige transfers

Fehlplanungen und fragwürdige transfers

Der Saisonstart unter der Leitung von Veljko Paunovic, der an die erfolgreiche Ära anknüpfen sollte, die vor 24 Jahren zum Aufstieg führte, versprach Hoffnung. Doch die Transferpolitik war fragwürdig. Mit Luka Ilic für zwei Millionen Euro und Ilyas Chaira für 1,5 Millionen wurden erhebliche Summen investiert, während Spieler wie Brandon Domingues für nur 500.000 Euro kaum eine Rolle spielten. Viele Spieler kamen als Leihen oder ablösefreie Transfers, darunter Namen wie Leander Dendoncker, Josip Brekalo, Eric Bailly, Alberto Reina, David Carmo, Javi López, Moldovan, Rondón und Ejaria. Viele dieser Neuzugänge konnten die Erwartungen nicht erfüllen und trugen zur Schwäche der Mannschaft bei.

Der fatale rauswurf paunovic

Der fatale rauswurf paunovic' und die rückkehr carrións

Ein entscheidender Wendepunkt war der überraschende Rauswurf von Paunovic durch Präsident Martín Peláez. Eine Entscheidung, die von den Fans scharf kritisiert wurde, da die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Abstiegsgefahr schwebte. Sein Nachfolger, Luis Carrión, konnte die Wende nicht bringen. Stattdessen folgte eine Serie von Niederlagen, die den Traum vom Klassenerhalt zunichtemachte. Carrión verlor die Kontrolle über das Team und die Fans waren enttäuscht.

Ein präsident verspricht europa, liefert aber abstieg

Ein präsident verspricht europa, liefert aber abstieg

Die Aussagen von Präsident Peláez vor Saisonbeginn hallen nun besonders ironisch wider: „Ich möchte sehen, wie Real Oviedo in Europa kämpft und das werden wir auch sehen. Die Stabilisierung in der Primera División hat oberste Priorität, danach wollen wir mit den Besten konkurrieren.“ Diese Worte stehen in krassem Gegensatz zur Realität des Abstiegs. Ein neuer Trainerversuch mit Guillermo Almada brachte kurzzeitig Hoffnung, doch die Reaktion kam zu spät. Der Uruguayer konnte vier der sechs Siege der Saison einfahren und präsentierte einen attraktiveren Fußball, doch der Schaden war bereits angerichtet.

Der wirtschaftliche Einfluss des mexikanischen Konzerns Grupo Pachuca mag eine Rolle gespielt haben, doch letztendlich ist es die schlechte Führung des Vereins und des Teams, die zum Abstieg geführt hat. Real Oviedo wird in der kommenden Saison in der Segunda División versuchen, den verlorenen Status zurückzugewinnen – ein steiniger Weg, der eine grundlegende Erneuerung erfordert.