Real madrid kassiert derby-klatsche und hängt am tropf der blaugrana

Ein Volleyschlenzer aus 17 Metern und plötzlich liegt Real Madrid mit vier Punkten Rückstand auf Barcelona da. Martín Satrianos Traumtor in der 39. Minute reichte dem FC Getafe, um die Königliche Selbstgewissheit zu erschüttern und den Meisterrennen ein Stimmungsbild zu verpassen, das in Madrid für Albträume sorgt.

Arbeloa reagiert mit stolz statt panik

Álvaro Arbeloa trat vor die Mikrofone, als hätte er gerade nur das Wetter kommentiert. „Hier gibt niemand auf. Das ist Real Madrid“, sagte der Interimstrainer und klang dabei wie ein Mann, der sich selbst überzeugen muss. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Zwei Liga-Niederlagen in Folge, das gab es zuletzt 2020. Ohne den verletzten Kylian Mbappé wirkten Madrids Angriffsaktionen wie ein Ferrari mit Handbremse. Karim Benzema wirkte isoliert, Vinícius Jr. lief sich fest.

Die Schlussphase entwickelte sich zur Farce. Franco Mastantuono flog in der fünften Minute der Nachspielzeit mit Rot vom Platz, zwei Minuten später folgte Getafes Liso mit Gelb-Rot. Ein Schiedsrichter, der den Spannungsbogen offenbar bis zum letzten Atemzug ausreizen wollte. Die Fans am Estadio Santiago Bernabéu pfiffen, als käme der nächste Gegentreffer nur noch aus nächster Nähe.

Die saison wird zur geduldsprobe

Die saison wird zur geduldsprobe

Barcelona feiert derweil im Takt der Siege, während Madrids Spielplan plötzlich wie ein Minenfeld wirkt. Die Königlichen müssen jetzt bei Atlético Madrid ran, empfangen Real Sociedad und reisen nach Sevilla. Arbeloa redet sich in Rage: „Vier Punkte können wir aufholen.“ Doch die Wahrheit ist: Barcelona hat die bessere Tordifferenz, die tiefere Bank und den Momentum. Wer denkt, dass Real Madrid automatisch zurückkommt, hat die letzten Jahre nicht verfolgt.

Getafe feierte den ersten Sieg im Bernabéu seit 2012 und bewies: Selbst ein B-Team kann die Gallionsfigur des spanischen Fußballs zum Kentern bringen, wenn die Tagesform stimmt. Für Madrid beginnt jetzt die Woche der Wahrheit. Sportdirektor Juni Calafat sitzt auf heißen Kohlen, die Umkleidekabine brodelt. Und draußen wartet ein Terminkalender, der keine Gnade kennt.