Real madrid: historischer tiefpunkt in manresa!
Ein Schock für die weiße Galaktik: Der Real Madrid hat in Manresa eine der schmerzhaftesten Niederlagen seiner jüngeren Geschichte kassiert. Nach 28 Jahren ohne Punktverlust in der katalanischen Hauptstadt musste sich das Team von Coach Scariolo mit 87:94 geschlagen geben – die fünfte Pleite in Serie in der Liga und der schlechteste Lauf seit Anbeginn der modernen Ära.
Die defensive ein einziges flickwerk
Die Enttäuschung ist tiefgreifend. Während Hezonja mit 32 Punkten zwar brillierte, konnte er die kollektive Schwäche nicht kaschieren. Die Defensive wirkte wie ein einziges Flickwerk, die Reboundarbeit war mangelhaft, und die Absprache ließ zu wünschen übrig. Schon seit dem sichern des Platzes in der Final Four scheint die Konzentration abzuhandern. Die Spieler wirken, als ob sie bereits in Gedanken in Kaunas verweilen, anstatt sich auf die anstehenden Aufgaben zu fokussieren.
Schon in der ersten Halbzeit deutete alles auf eine lange Nacht hin. Das Team wirkte lustlos und passiv, während Manresa mit Elan und Präzision agierte. Dani Pérez und Agustin Ubal sorgten für einen frühen Vorsprung, der durch die fehlende Reaktion der Madrilenen weiter ausgebaut werden konnte. Ein Zwischenstand von 33:52 in der 18. Minute verdeutlichte die Ausmaße der Krise.
Der Ausbruch von Scariolo, der nach dem desaströsen Start eine Auszeit forderte, war symptomatisch für die Verzweiflung. Seine Worte, geprägt von Frustration und Enttäuschung, hallten im Stadion wider: „Wacht auf! Das ist Real Madrid! Dieser Verein hat eine Geschichte! Es spielt keine Rolle, ob ihr schlecht spielt, gebt einfach alles!“

Hezonjas kraftakte reicht nicht aus
Die Ansprache des Trainers weckte kurzzeitig die Madrilenen auf. Ein 4:19-Lauf brachte sie zurück ins Spiel, doch die Führung war nur von kurzer Dauer. Bassas und Ubal sorgten für einen erneuten Vorsprung der Gastgeber. Hezonja kämpfte verbissen, hielt sein Team mit einigen wichtigen Punkten im Spiel, doch am Ende war es nicht genug. Die wiederholten technischen Fouls gegen Yurtseven und Scariolo unterbrachen den Spielfluss und kosteten die Madrilenen zusätzlich Nerven.
Auch die Führung von Reyes und Bassas im dritten Viertel, gefolgt von einer weiteren technischen Strafe gegen Abalde, ließ keine Hoffnung mehr aufkommen. Steinbergs, Reyes und Oriola vollendeten schließlich den Kanterfolg der Gastgeber mit einem 7:0-Lauf. Ein Schlusspunkt, der die Misere des Real Madrid nur noch unterstreicht.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: BAXI Manresa: 94; Real Madrid: 87. Bassas (14 Punkte) und Ubal (16 Punkte) waren die herausragenden Spieler der Heimmannschaft. Auf Seiten der Madrilenen zeigte Hezonja zwar eine beeindruckende Leistung, doch er konnte die Schwächen des Teams nicht kompensieren. Die Entlassung von Scariolo nach einer doppelten technischen Strafe wirkte sich zusätzlich destabilisierend aus.
Die fünfte Niederlage in Folge ist ein Warnsignal für den Real Madrid. Die Final Four mag zwar in greifbarer Nähe sein, doch wenn sich das Team nicht schnellstmöglich wieder fängt, drohen die Playoffs zu einem Albtraum zu werden. Die Frage ist, ob die Spieler die Zeichen der Zeit erkennen und bereit sind, sich neu zu fokussieren – oder ob die Krise weiter anhält und die Saison in einem Fiasko endet.
